Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Titelthema: Spätantike: »Voll der Lehren Platos«

Unter dem Sassaniden Chosrau I. erreichte das letzte persische Großreich des Altertums im 6. Jahrhundert n. Chr. seine Blüte – politisch, militärisch und kulturell.
Als Chosrau I. im September 531 seinem Vater Kavadh auf den Thron folgte, trat er ein schweres Erbe an. Kurz zuvor hatte ein Aufstand der Mazdakiten den Staat an den Abgrund eines Bürgerkriegs geführt. Die Anhänger des Sozialreformers und Religionsstifters Mazdak wollten die Forderung ihres Propheten nach einer gleichmäßigen Verteilung aller Besitztümer offenbar mit Gewalt durchsetzen. Sie scheiterten, doch das Reich war zerrüttet, die Aristokratie geschwächt, die Geistlichkeit verunsichert.

Der neue König erkannte die Chance, die ihm die Krise bot. Er entmachtete den entkräfteten Hochadel und den Klerus vollends. Zum einen ersetzte er den Hofstaat seines Vaters durch nur ihm ergebene Würdenträger, die er zum Großteil nicht aus den Familien des Adels wählte. Zum anderen enteignete er die Hoch­aristokratie teilweise und machte ihren Grundbesitz zu seinem Privateigentum. Außerdem setzte er soziale und politische Reformen durch, die hauptsächlich dem niederen Adel zugutekamen. Alle Maßnahmen zielten darauf ab, den Zentralstaat auszubauen und die Stellung des Monarchen zu stärken.

Kennen Sie schon …

Spektrum Geschichte – Mumien aus dem Salzberg

Erst bebte die Erde, dann gab die Salzgrube nach und begrub die Bergleute unter sich. 2400 Jahre später kamen die Kumpel wieder ans Licht – mumifiziert im persischen Salzberg Douzlākh. Was die Bergmänner aßen, welche Parasiten sie plagten und wie sie starben, haben Forschende rekonstruiert.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!