Direkt zum Inhalt

Bild des Monats: Vom Marswind verweht

Der Mars mag eine staubtrockene Wüstenwelt sein, aber von einer eintönigen Ödnis ist er weit entfernt. Das zeigen nicht zuletzt Bilder wie dieses, welches die ESA-Sonde Mars Express Anfang 2019 aufgenommen hat. Zu sehen ist die Region Chalcoporos Rupes auf der Südhalbkugel des Roten Planeten. Winde haben hier weit ausgedehnte Dünenfelder aufgeweht. Diese bestehen überwiegend aus alter Vulkanasche, die vor allem am Boden von Einschlagkratern zu Tage tritt. Sie ist deutlich dunkler als der ockerfarbene Staub, der große Teile der Marsoberfläche bedeckt. Verantwortlich für den Farbunterschied ist die Oxidation, bei der das dunkle Eisen in der Vulkanasche mit dem wenigen Sauerstoff in der Marsatmosphäre reagiert und sich dadurch rötlich verfärbt.

Auch die feinen dunklen Linien, die man an vielen Stellen erkennen kann, gehen auf Vulkanmaterial zurück: Hier haben so genannte Staubteufel hellen Staub aufgewirbelt und hunderte Meter breite Schneisen zurückgelassen. Ähnlich wie auf der Erde entstehen die Windhosen, wenn erwärmte Luft beim Aufsteigen in Rotation gerät. Auf dem Mars können sie wegen der höheren Temperaturunterschiede jedoch viel größer werden.

Juli 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juli 2019

Kennen Sie schon …

37/2019

Spektrum - Die Woche – 37/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Windkraft, verheerenden Erdbeeren und dem Kosmos.

20/2019

Spektrum - Die Woche – 20/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns Mondraketen, der Dunklen Materie und Küken.

16/2019

Spektrum - Die Woche – 16/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Insektensterben, 5G und einer Bluthochzeit.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quelle
DLR-Pressemitteilung, 2019