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Orientierung: Von A nach B

Erst wenn wir uns einmal verlaufen, merken wir, welche Orientierungsleistung das Gehirn tagtäglich vollbringt. Die Psychologen Tobias Meilinger und Christian Doeller erforschen den Kompass im Kopf - und seine neuronale Aufhängung.
OrientierungshilfeLaden...
Buchstäblich im Schlaf finden wir den Weg vom Bett ins Bad. Auch die morgendliche Fahrt von unserer Wohnung zur Arbeit – kein Problem! Welch enormer Aufwand hinter dieser vermeintlich einfachen Aufgabe steckt, registrieren wir kaum. Erst wenn eine Baustelle unerwartet unsere vertraute Strecke blockiert, suchen wir bewusst nach alternativen Wegen. Welche bedeutende Rolle die räumliche Orientierung im alltäglichen Leben spielt, zeigt sich eigentlich immer erst dann, wenn diese Fähigkeit beeinträchtigt ist. Menschen, die in fortgeschrittenem Stadium an der Alzheimerkrankheit leiden, sind kaum mehr in der Lage, ein ihnen früher wohl bekanntes Ziel zu finden.
Die Orientierung im Raum scheint ein uraltes Produkt der Evolution zu sein. So gut wie alle mobilen Organismen – ob Mensch, Ameise, Schwalbe oder Goldfisch – müssen dafür drei Fragen beantworten: Wo bin ich? Wo ist mein Ziel? Wie komme ich dorthin? ...
© Mit frdl. Gen. von Tobias Meilinger
Virtuelles Labyrinth
Die Versuchspersonen "liefen" im Uhrzeigersinn durch das virtuelle Labyrinth und stießen dabei auf verschiedene Gegenstände. Anschließend sollten sie in Richtung der nicht mehr sichtbaren Objekte zeigen.
Oktober 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Oktober 2009

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