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Interview: Von der Kryptografie zum Weltfrieden

Martin Hellman geriet mit dem Geheimdienst in Konflikt. Er hielt der Bedrohung nicht nur stand, sondern überzeugte die Gegenseite sogar ein Stück weit von seiner Position. Ein Gespräch über Kryptografie, gegenseitige Verteu­felung und vertrauensbildende Maßnahmen in internationalen Beziehungen.
Martin Edward Hellman

Vor 40 Jahren erschien Ihr Artikel »Die Mathematik neuer Verschlüsselungssysteme« in Spektrum. Wie hat sich Ihre Forschung seitdem weiterentwickelt?

1979, das waren andere Zeiten! Das Internet gab es noch nicht, es war nicht einmal richtig vorstellbar. Immerhin: Anfang der 1980er Jahre sagte ich einmal zu einem Kollegen, man würde sich in ferner Zukunft ein Brot kaufen und auf elektronischem Weg bezahlen können. Damals war das eine seltsame Idee; es gab zwar schon elektronische Überweisungen, aber die wurden eher für Millionenbeträge verwendet.

Was ich überhaupt nicht vorhergesehen habe, war die Idee von Gustavus Simmons, der zu der Zeit an den Sandia National Laboratories arbeitete, einer militärischen Forschungseinrichtung. Gus entdeckte, dass die von uns entwickelte »public-key cryptography« ein entscheidendes Problem eines Kernwaffenteststoppvertrags (Comprehen­sive Nuclear-Test-Ban Treaty) lösen könnte ...

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  • Literaturtipps

Beth, T.: Sichere offene Netze. Spektrum der Wissenschaft Mai 1995, S. 46–55

Über das Problem der Vertraulichkeit und der Authentifizierung über unsichere Kanäle

Corrigan-Gibbs, H.: Keeping Secrets. Stanford Alumni Magazine, November/Dezember 2014

Hellman einerseits und der NSA andererseits sowie Admiral Inmans revidierte Haltung

Hellmann, M. (damals falsch geschrieben): Die Mathematik neuer Verschlüsselungssysteme. Spektrum der Wissenschaft Oktober 1979, S. 92–101

Hellman erklärt in dem populärwissenschaftlichen Artikel die mathematischen Grundlagen des Untersummen-Problems.

Hellman, D., Hellman M.: A New Map for Relationships. Creating True Love at Home & Peace on the Planet. New Map Publishing, 2016

Martin Hellman und seine Frau Dorothie beschreiben, wie sie ihre Eheprobleme überwinden konnten.