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Treibhauseffekt: Wärmegedämmte Erde



Ein Vergleich von Satellitendaten aus den Jahren 1970 und 1997 hat jetzt bestätigt, dass Methan, Kohlendioxid, Ozon und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) den Treibhauseffekt der Atmosphäre verstärken. Bislang basierten alle Studien über die veränderte Wärmeabstrahlung der Erde auf Simulationen. Nun aber legte das Team um John Harris vom Imperial College in London seinen Untersuchungen erstmals reale Messwerte zu Grunde. Sowohl die amerikanische Raumsonde Nimbus 4 als auch der japanische ADEO-Satellit hatten jeweils mehrere Monate lang das von der Erde ausgehende Infrarotspektrum – die Wärmestrahlung – mit Spezialkameras aufgezeichnet. Um vergleichbare Werte zu erhalten, rechneten die Forscher Störfaktoren wie die unterschiedliche Bewölkung heraus und berücksichtigten nur die Monate, in denen beide Sonden Daten aufgenommen hatten. Die Auswertung ergab, dass die Infrarotstrahlung genau bei den Wellenlängen abnimmt, bei denen die Treibhausgase Absorptionsbanden haben. So lässt der Anstieg des Methangehalts der Atmosphäre die Erde vom All aus heute um etwa 4°C kälter erscheinen als 1970; Kohlendioxid isoliert um 1°C. An der Erdoberfläche ist es dafür wärmer. (Nature Bd. 410, S. 355)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 5 / 2001, Seite 26
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
5 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 5 / 2001

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