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Arktis: Walfang im Dienst der Polarforschung

Schon lange vor den ersten Arktisforschern drangen Europäer in die Polarregion vor. Sie waren dabei vor allem auf eines aus: Wale zu fangen.
Vom Walfang ging eine seltsame Anziehungskraft aus, obwohl die Arbeit anstrengend war und unter menschenfeindlichen Bedingungen ausgeführt wurde. Eis, Frost, Schnee, dichter Nebel, tobende Stürme, krachende Eisberge und Eisschollen, die alles wie mit Schraubzwingen zusammendrückten, stellten auch die Stärksten und Härtesten auf die Probe: eine Jagd, deren Beute das größte Säugetier war und bei der der Jäger sein Leben riskierte – manchmal sogar das der ganzen Crew. Die Natur war schön und gnadenlos zugleich. In der Arktis war der Mensch vom nördlichen Polarlicht, Luftspiegelungen, der Geburt und dem Schmelzen von Gletschern, Leben spendenden Meeresströmungen und endlosen Nächten umgeben.

Für Segelschiffe war das Eis ein gefährlicher und unberechenbarer Gegner. So berichtet William Scoresby jun., Sohn eines Walfängers, er habe einmal vom Mast aus 500 Eisberge von der Größe eines Schiffs gesehen. Im Sommer folgten die Wale dem Eis. Die Jäger mussten also das Risiko auf sich nehmen und ebenfalls dorthin-segeln. Das Eis brachte jedoch nicht nur Probleme, es hatte auch Vorteile. Man konnte daraus frisches, salzfreies Wasser gewinnen, und im Sturm bot das Eis den Schiffen einen relativ ruhigen, sicheren Platz. Die Walfänger suchten seinen Schutz auf die Gefahr hin, jeden Augenblick zwischen den Eisschollen zermalmt zu werden …

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Spektrum - Die Woche – 36/2021

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Trotz harscher Bedingungen wanderten Menschen vor mehr als 20.000 Jahren von Sibirien gen Amerika. Wie die Erstankömmlinge die Beringstraße überquerten, ist umstritten.

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  • Literaturtipp
Matti Lainema, Juha Nurminen: Die Entdeckung der Arktis, Theiss, Stuttgart 2010, 351 S., € 49,90.