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Springers Einwürfe: Wanted: Theorie für wilde Märkte

Muss es für eine Disziplin, die sich stolz Wissenschaft nennt, nicht blamabel sein, wenn sie so versagt wie die Ökonomie in der aktuellen Wirtschaftskrise? Zwar fand ich, gut versteckt zwischen euphorischen Konjunkturmeldungen, schon vor gut zehn Jahren zaghafte Überlegungen, ob die US-Wirtschaft ihren abnorm langen Höhenflug wohl mit einer harten oder weichen Landung beenden würde – aber dass der Weltmarkt gleich so katastrophal zusammenkracht, hat mir niemand prophezeit. Zu all dem materiellen Elend, das die große Krise mit sich bringt, müsste sich eigentlich Scham über den intellektuellen Bankrott gesellen.

Die noch immer herrschende Lehre kennt nur zahme Märkte, auf denen sich umfassend informierte Akteure begegnen, um dort nicht nur zum eigenen Besten, sondern zum allgemeinen Wohl Angebot und Nachfrage friedlich zu versöhnen. Geringfügige Abweichungen vom Gleichgewicht passieren danach viel öfter als heftige Ausschläge; das Häufigkeitsmuster folgt der gaußschen Normalverteilung, einer glatten Glockenkurve ...

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