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Gute Frage: Gibt es die »Sommerdepression«?

Die saisonale Depression tritt zumeist in der dunklen Jahreszeit auf, doch auch im Sommer macht sich eine latente Schwermut eher bemerkbar.
Frau schaut in die Ferne

Wenn die Tage kürzer und die Sonnenstrahlen seltener werden, schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt. Kommt die Schwermut mehrere Jahre hintereinander allein in den Herbst- und Wintermonaten auf, sprechen Ärzte und Psychologen von einer so genannten saisonalen Depression. Die ­genaue Ursache dafür ist bislang unklar. Vermutlich kommt es jedoch auf Grund des Lichtmangels in der dunklen Jahreszeit zu Störungen im so genannten zirkadianen Rhythmus, also der inneren Uhr des Menschen. Eine Lichttherapie – die morgendliche Behandlung mit einer Tageslichtlampe – hat sich als wirksames Gegenmittel erwiesen.

Neben dieser Winterdepression gibt es zwar keine analoge Diagnose »Sommerdepression«, doch ein Zusammenhang zwischen der heißen Jahreszeit und affektiven Störungen lässt sich durchaus vermuten ...

9/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 9/2018

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  • Quellen

Dietrich, S. et al.: Von den ersten Symptomen bis zur Behandlung einer Depression. Wann und bei wem suchen Menschen mit Depression Hilfe? Welche Rolle spielt Stigmatisierung? In: Psychiatrische Praxis 44, S. 461–468, 2017

Jacobi, F. et al.: Twelve‐Month Prevalence, Comorbidity and Correlates of Mental Disorders in Germany: The Mental Health Module of the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1‐MH). In: International Journal of Methods in Psychiatric Research 23, S. 304–319, 2014

Westrin, A., Lam, R. W.: Seasonal Affective Disorder: A Clinical Update. In: Annals of Clinical Psychiatry 19, S. 239–246, 2007