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Dick durch Schlafmangel

Kommt die Nachtruhe zu kurz, wächst der Appetit auf Süßes und Fettiges. Jetzt beginnt man zu verstehen, wie dieser Junkfood-Effekt im Gehirn entsteht.
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In der U-Bahn von Tokio, morgens um halb acht. Immer wieder sackt der Kopf eines Fahrgastes auf die Schulter des Sitznachbarn. Japanischen Berufspendlern wird nachgesagt, sie könnten sogar im Stehen schlafen. In jedem Fall legen sie im Zug oder Bus, auf der Arbeit oder in der Schule häufig ein Nickerchen ein. Dafür gibt es im Japanischen einen eigenen Begriff – »inemuri«. Das heißt wörtlich übersetzt »anwesend sein und schlafen«.

Das verbreitete Schlummern im öffentlichen Raum hat einen einfachen Grund: Viele Japaner leiden an Schlafmangel. Die Einwohner der Hauptstadt Tokio, einer der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt, halten mit durchschnittlich nur 5 Stunden und 46 Minuten Schlaf pro Nacht weltweit einen Negativrekord. Zugleich gibt es immer mehr fettleibige Japaner. Etwa jeder dritte Mann über 30 Jahren und jede dritte Frau über 40 gilt dort als bedenklich übergewichtig. Und mit den Pfunden steigen in der Regel auch die Cholesterinwerte sowie das Risiko, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken, rasant …

1/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 1/2020

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