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Psychosomatik: Alarm im Bauch

Bei Problemen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft bekommen viele Menschen Durchfall, Bauchschmerzen oder Sodbrennen. Wie genau hängen Magen und Darm mit der Psyche zusammen?
Magenschmerzen

Mehr als 500 Spiele hat Per Mertesacker in seiner Zeit als Berufsfußballer absolviert. Die Stunden davor waren für ihn stets eine Tortur: »Vom Bett muss ich sofort auf die Toilette, vom Frühstück auf die Toilette, vom Mittagessen wieder auf die Toilette, im Stadion wieder auf die Toilette«, gestand er kurz vor seinem Karriereende 2018 dem Magazin »Der Spiegel«. Ein paar Sekunden vor dem Anpfiff sei die Anspannung kaum zu ertragen: »Mir dreht sich dann der Magen um, als müsse ich mich übergeben.«

Fußballprofis verdienen eine Menge Geld. Sie stehen jedoch auch unter einem immensen Druck: Jeder Ballverlust wird von Kameras aufgezeichnet, jeder Fehler nach dem Abpfiff von hunderttausenden Fans diskutiert. Mertesackers Körper reagierte darauf immer nach demselben Muster, 15 Jahre lang. Was Heftigkeit und Dauer der Symptome anbelangt, ist sein Fall sicher ex­trem. Das Grundphänomen dürften aber viele Menschen kennen: dass Stress auf Magen und Darm schlägt. Warum ist das so?…

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  • Quellen

Farzaei, M. H. et al.: The role of visceral hypersensitivity in irritable bowel syndrome: Pharmacological targets and novel treatments. Journal of Neurogastroenterology and Motility 22, 2016

Schemann, M. et al.: To learn, to remember, to forget – how smart is the gut? Acta Physiologica 228, 2020

Sun, Y. et al.: Stress triggers flare of inflammatory bowel disease in children and adults. Frontiers in Pediatrics 7, 2019