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Gute Frage: Warum besitzen wir zwei Gehirnhälften?

Warum die Arbeitsteilung zwischen zwei nahezu symmetrischen Hirnhälften evolutionäre Vorteile bot und sich bis in die Gegenwart erhalten hat.
Gehirnhälften

Hannover, 8. März 2003. Bereits in der zweiten Runde besiegt Corrie Sanders den favorisierten Wladimir Klitschko durch technischen K. o. Sanders schickt seinen Gegner mit seiner gefürchteten linken Faust auf die Bretter.

Ungefähr eine Milliarde Jahre vor diesem Boxkampf entstanden in den Urmeeren die ersten Bilateria, Tiere mit zwei spiegelbildlichen Körperhälften. Sie hatten wahrscheinlich ebenfalls schon ein spiegelverkehrtes Nervensystem, dessen eine Seite jeweils die Signale aus der gegenüberliegenden Körperseite verarbeitete und deren Muskeln kontrollierte. Aus diesen ersten Bilateria entstanden unter anderem wir Menschen mit unseren zwei Hirnhälften. Sie sind anatomisch zwar ähnlich, erfüllen jedoch sehr unterschiedliche Funktionen. Womit wir wieder zurück zu jenem Boxkampf kommen, der mit einem linken Haken auf Klitschkos Kinn endete – denn dessen Niederlage hat viel mit den Asymmetrien unseres Gehirns zu tun ...

12/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 12/2018

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  • Literaturtipp und Quellen

Literaturtipp

Ocklenburg, S., Güntürkün, O.: The Lateralized Brain: The Neuroscience and Evolution of Hemispheric Asymmetries. Academic Press, London 2017

Der Status quo der Lateralisierungsforschung

Quellen

Güntürkün, O., Ocklenburg, S.: Ontogenesis of Lateralization. In: Neuron 94, S. 249–263, 2017

Ströckens, F. et al.: Limb Preferences in Non-Human ­Vertebrates. In: Laterality 18, S. 536–575, 2013