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Essay: Was ist uns unsere Privatsphäre wert?

Wer große Datenmengen mit Supercomputern auswerten kann, verfügt über ungeahnte Macht. Liefern wir uns Staaten, Geheimdiensten und Konzernen aus, wenn wir unsere persönlichen Daten im Netz preisgeben? Überlegungen zu einer der heikelsten Fragen der digitalen Ära.
Mensch im Visier von zwei ÜberwachsungskamerasLaden...

Will man Klarheit über ein komplexes oder schwer zu fassendes Thema erlangen, ist es für gewöhnlich ein guter Anfang, wenn man sich erst einmal auf die Tatsachen konzentriert. Im Zusammenhang mit der Privatsphäre werden uns diese allerdings vorenthalten. Denn die staatlichen oder privatwirtschaftlichen Akteure, die unsere Privatsphäre einschränken, möchten nicht, dass wir umgekehrt dasselbe tun. Die National Security Agency (NSA) zum Beispiel hat das volle Ausmaß ihrer umfangreichen elektronischen Überwachungstätigkeit lange verheimlicht. Selbst nach den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward J. Snowden wissen wir nur ungefähr, was da vor sich geht.

Niemand besitzt einen vollständigen Überblick darüber, wer heute welche Daten über wen sammelt. Manche Organisationen wie die NSA wissen dramatisch mehr als irgendjemand sonst – aber selbst sie kennen nicht das ganze Spektrum der Algorithmen, mit deren Hilfe Privatunternehmen oder staatliche Stellen an persönliche Daten gelangen, und ebenso wenig das Spektrum der Zwecke, zu denen dies geschieht.

Bislang ist die Privatsphäre deshalb ein recht undurchsichtiges Thema, das wir nur in vorwissenschaftlicher Weise untersuchen können. Mehr als uns lieb sein mag, müssen wir uns auf Theorie, Philosophie, Selbstbeobachtung und Anekdoten verlassen – und darauf, wohin unser Nachdenken führt. ...

Mai 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2014

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  • Literaturtipps

Arthur, W. B.: The Nature of Technology: What It Is and How It Evolves. Free Press, 2009
Ein Ökonom und Komplexitätstheoretiker wendet Darwins Ideen auf die Evolution von Technologie an.

Lanier, J.: Warum die Zukunft uns noch braucht. Suhrkamp, Berlin 2010
In seiner Kritik am Web 2.0 macht Lanier Vorschläge, wie wir die Zukunft besser gestalten könnten.

Lanier, J.: Wem gehört die Zukunft? Hoffmann und Campe, Hamburg 2014
Nicht nur die Konzerne sollen am Netz verdienen, fordert der Autor in seiner viel gepriesenen Analyse der Internetökonomie.