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Springers Einwürfe: Was mir mein Außerirdischer sagte

Mein Außerirdischer sah aus, als könne er nicht bis drei zählen. Er schnipste leise mit den zwei Fingern seiner einzigen Hand, um mich zu wecken. Schläfrig blickte ich in die großen, schwarzen Augen über mir und lauschte der sanften Melodie seiner Sprache in meinem Kopf.

"Seit 50 Jahren sucht ihr aggressiv-musischen Kohlenwasserstoff-Zweibeiner nun schon nach intelligentem Leben im All", sang er leise. "Damals, im September 1959, schlugen eure Physiker Giuseppe Cocconi und Philip Morrison in der Zeitschrift 'Nature' vor, den Himmel nach künstlichen Radiosignalen zu durchforschen. Erst wurde dafür Geld bewilligt, später wieder gestrichen; aber nie habt ihr die Suche ganz aufgegeben; das verdient unseren Respekt, finde ich. Mit ATA, dem Allen Telescope Array, hat euch der Microsoft-Millionär Paul Allen jetzt ein schönes Radioteleskopfeld in Kalifornien geschenkt: 42 Schüsseln, jede sechs Meter groß, eigens für die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Damit werdet ihr etwas Überraschendes finden – ich darf nur nicht sagen, was. Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein", flüsterte er und drehte sein kugelrundes Haupt einmal im Kreis herum...
November 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft November 2009

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