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Entscheiden: Weniger ist mehr

Von der Frühstücksmarmelade bis zum Flirtpartner – je mehr Optionen uns bei einer Entscheidung zur Wahl stehen, desto besser? Im Gegenteil: Laut Psychologen schmälern allzu viele Möglichkeiten häufig unsere Zufriedenheit!
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Stellen Sie sich vor, Sie sind verreist und stehen morgens am Frühstücksbüfett Ihres Hotels. Das Marmeladensortiment ist überschaubar – Sie können wählen zwischen Kirsche, Erdbeere, Quitte und Pflaume. Am nächsten Mor­gen finden Sie dann auf einmal eine größere Palette vor: Neben den vier Sorten vom Vortag gibt es auch noch Aprikose, Himbeere, Apfel-Zimt, Orange, Kiwi sowie Waldhonig und Schokokreme. Gut möglich, dass Ihnen die Entscheidung nun bedeutend schwerer fällt. Und während Sie in Ihr Erdbeermarmeladenbrot beißen, fragen Sie sich, ob Sie Apfel-Zimt nicht wenigs­tens mal hätten probieren sollen.
Wir leben in einem wahren Schlaraffenland: Bis zu 40 000 verschiedene Produkte erwarten uns im Supermarkt. Das Musikportal iTunes bietet 13 Millionen Songs zum Download an, und Online-Partnerbörsen warten mit Millionen kennenlernwilligen Singles auf. Da lässt sich das richtige Waschmittel, der neue Ohrwurm oder das große Liebesglück doch bestimmt finden. Oder etwa nicht? ...

Mai 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Mai 2012

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  • Quellen

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Lenton, A., Francesconi, M.: Too Much of a Good Thing? Variety is Confusing in Mate Choice. In: Biology Letters 7, S. 528-531, 2011

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Reutskaja, E., Hogarth, R. M.: Satisfaction in Choice as a Function of the Number of Alternatives: When "Goods Satiate". In: Psychology and Marketing 26, S. 197-203, 2009

Scheibehenne, B. et al.: What Moderates the Too-Much-Choice Effect?. In: Psychology and Marketing 26, S. 229–253, 2009

Schwartz, B.: Self-Determination. The Tyranny of Freedom. In: American Psychologist 55, S. 79-88, 2000

Sela, A. et al.: Variety, Vice, and Virtue: How Assortment Size Influences Option Choice. In: Journal of Consumer Research 35, S. 941–51, 2009