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Leser Fragen – Experten Antworten

Wenn ein Schwarzes Loch kräftig wächst

In der Expertenantwort in SuW 7/2016, S. 8, und in einem Beitrag von spek­trum.de vom 2. Juni 2017 (siehe: www.spektrum.de/frage/1454085) wird beschrieben, dass ein "Probeteilchen", welches das Schwarze Loch wenig beeinflusst, für einen außenstehenden Beobachter erst in unendlich langer Zeit das Schwarze Loch wirklich erreicht. Wie aber ist es mit größeren Massen?

Wenn sich eine Sonnenmasse dem Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs von 100 Sonnenmassen nähert, so würde die gemeinsame Masse des ursprünglichen Lochs zusammen mit der zusätzlichen Masse ziemlich schnell einen um ein Prozent größeren Ereignishorizont ergeben, der dann die Gesamtmasse komplett umschließt. Man müsste also sagen: Nicht die Sonnenmasse ist ins Schwarze Loch gefallen, sondern das Schwarze Loch – genauer: sein Ereignishorizont – hat sich um ein Prozent aufgebläht und die Sonnenmasse dabei verschluckt. Damit ist auch für einen Beobachter im Unendlichen, also für uns, die Masse in endlicher Zeit im Schwarzen Loch. Für den entfernten Beobachter sieht es nicht nur so aus, denn die Sonnenmasse ist ja nun wirklich drin …

Rainer Marcus und Rüdiger Kuhnke, München

Februar 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum Februar 2018

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