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Konnektivität: Wenn eine Hirnhälfte für zwei arbeitet

Für Menschen, die unter besonders schweren Formen von Epilepsie leiden, gibt es manchmal keine andere Behandlungsmöglichkeit: Man muss ihnen einen Teil des Gehirns entfernen. Bei den sechs Menschen, die das Team um Dorit Kliemann vom California Institute of Technology untersuchte, genügte selbst das nicht; ihnen musste sogar eine komplette Großhirnhälfte entnommen werden. Dennoch würden sich diese Menschen heute, Jahre nach dem Eingriff, völlig normal verhalten, erklären die Forscher. Wie das möglich ist, sollten Aufnahmen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) klären. Doch der einzige Unterschied in der inneren Organisation der verbliebenen Hälfte bestehe darin, dass die Netzwerke, die etwa für die visuelle Wahrnehmung oder für Fühlen und Bewegung zuständig sind, stärker miteinander verknüpft seien, schreiben Kliemann und ihre Kollegen nun im Fachjournal »Cell Reports« …

2/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 2/2020

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  • Quelle
Cell Reports 10.1016/j.celrep.2019.10.067, 2019