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Debattenkultur: Der Umstrittene

Der Psychologe Jordan Peterson verteidigt das Fleischessen, hat keine Lust zu »gendern« und hält Männer für ein bedrohtes Geschlecht. Manche finden ihn genial, andere gefährlich. Das Porträt einer Reizfigur.

Nur wenige, die sich nach einem persönlichen Vorbild im Tierreich umsehen, dürften den Hummer wählen. Jordan Peterson von der University of Toronto beruft sich jedoch regelmäßig auf das Krustentier, wenn er die Welt erklärt. Und das tut er mit Erfolg: Die »New York Times« nannte ihn 2018 einen der »wichtigsten Intellektuellen des Westens«.



Der heute 59-jährige Psychologe erforscht eigentlich die menschliche Persönlichkeit. In einer seiner meist­zitierten Studien zeigte er, was kreative Menschen von weniger schöpferischen Geistern unterscheidet: Sie beachten vermeintlich unwichtige Details stärker. In seinem Fach ist er geachtet – mehr als 11 000-mal zitierten andere Wissenschaftler seine Arbeiten. Doch sein Ruhm gründet viel mehr auf einer Art distinguiertem Konservatismus, für den ihn politisch eher rechts stehende Menschen als klugen Vordenker feiern, Linke dagegen als Demagogen verdammen ...

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  • Literaturtipp
Peterson, J. B.: Jenseits der Ordnung. 12 weitere Regeln für das Leben. FBV, 2021.
Die deutsche Übersetzung von Petersons neuem Buch

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