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Partnerschaft : Wer zusammenzieht, nimmt zu

Wer mit seinem Partner oder seiner Partnerin in eine gemeinsame Wohnung zieht, nimmt zu, berichtet eine Arbeitsgruppe um Jutta Mata von der Universität Mannheim nach einer Studie an knapp 21 000 Deutschen beiderlei Geschlechts. Demnach legen Paare im neuen gemeinsamen Haushalt doppelt so viel an Gewicht zu wie in den ersten Ehejahren. Das bringt ein wenig Licht in die Frage, warum Verheiratete im Schnitt mehr wiegen als Singles: Offenbar hängt die Gewichtszunahme nicht mit dem Familienstand zusammen, sondern in erster Linie mit den veränderten Lebensgewohnheiten, die eine Partnerschaft mit sich bringt.

Die Daten stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel, bei dem Fachleute seit 1984 im Jahresrhythmus regelmäßig insgesamt 12 000 Haushalte befragen. Mata und ihr Team werteten Daten aus einem Zeitraum von 16 Jahren aus; dabei zeigte sich auch, dass das zusätzliche Gewicht wieder verschwindet, wenn sich die Paare trennen – zumindest am Anfang. Besonders Männer nahmen nach mehreren Jahren Trennung wieder zu. Den anfänglichen Gewichtsverlust erklärt das Team dadurch, dass Menschen, die neu auf Partnersuche sind, ihr Gewicht bewusst reduzieren, um attraktiver zu wirken.

1/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 1/2019

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  • Quelle
Health Psychol. 37, S. 948–958, 2018