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Intelligenz: Werden wir immer klüger?

Im Durchschnitt erzielen Menschen bei Intelligenztests von Jahr zu Jahr bessere Ergebnisse. Doch wie Forschungen zeigen, profitieren nicht alle kognitiven Fähigkeiten gleichermaßen von der Entwicklung. Das deutet auf die möglichen Ursachen des rätselhaften Anstiegs.
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Vor 28 Jahren entdeckte der amerikanische Politologe James R. Flynn von der University of Otago (Neuseeland) ein Phänomen, das Soziologen noch immer Rätsel aufgibt: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts steigt der durch Tests ermittelte Intelligenzquotient (IQ) stetig an. Flynn überprüfte die Ergebnisse aus mehr als zwei Dutzend Ländern und stellte fest, dass die IQ-Werte um durchschnittlich drei Punkte pro Jahrzehnt zunahmen. Seither haben zahlreiche Studien den globalen Aufwärtstrend bestätigt, den man heute Flynn-Effekt nennt.

Und die Werte steigen weiter. "Zu meinem Erstaunen setzt sich der Anstieg im 21. Jahrhundert fort", sagt Flynn. "Wie die neuesten Daten zeigen, klettern die Werte in Amerika weiter um 0,3 Punkte pro Jahr." Der seltsame Effekt treibt den IQ anscheinend unaufhaltsam nach oben. Joseph Rodgers, ein Psychologe an der University of Oklahoma in Norman, überprüfte beispielsweise die Testergebnisse von fast 13 000 amerikanischen Schülern ...

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  • Quellen

Flynn, J. R.: Solving the IQ Puzzle. In: Scientific American Mind, S. 24 – 31, Oktober 2007

Flynn, J. R.: Are We Getting Smarter? Rising IQ in the Twenty-First Century. Cambridge University Press, 2012

Rost, D. H.: Intelligenz: Fakten und Mythen. Beltz, Weinheim 2009

Zimmer, D. E.: Ist Intelligenz erblich? Eine Klarstellung. Rowohlt, Hamburg 2012