Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.

Intelligenz: Wie Mathegenies denken

Das Gehirn eines Zahlenprofis arbeitet anders als das von Nichtmathematikern. Lässt sich an Hirnscans ablesen, welches Kind über ein besonderes Rechentalent verfügt?
Eine Person scheint komplexe Mathematische Gleichungen und Zeichnungen an eine unsichtbare Tafel zu schreiben.Laden...

Grigorij Perelman gilt als einer der größten Mathematiker der Gegenwart. Im Jahr 2002 gelang dem intelligenten Russen, was noch niemand zuvor geschafft hatte: Er lieferte den Beweis für die so genannte Poincaré-Vermutung. Die hatte der französische Mathematiker und Physiker Henri Poincaré bereits 1904 aufgestellt, konnte sie aber nicht belegen. Das Clay Mathematics Institute (CMI) in Cambridge, Massachusetts, zählte die Hypothese bis zu Perelmans Beweis zu den sieben bedeutendsten ungelös­ten mathematischen Problemen. Für die Lösung dieser "Millennium-Probleme" lobte das Institut sogar jeweils eine Million US-Dollar als Preisgeld aus.

Die Poincaré-Vermutung handelt von Beziehungen unter so genannten dreidimensionalen Mannigfaltigkeiten. Hinter der Bezeichnung verbergen sich abstrak­te Gebilde, deren umgebender Raum mindestens vier Dimensionen haben muss. Wenn Sie schon beim Lesen dieser Sätze nur noch Bahnhof verstehen, dann be­finden Sie sich vermutlich in guter Gesellschaft: Selbst mit ausführlicher Erklärung dürfte sich die Poincaré-Vermutung der Vorstellungskraft der allermeisten Menschen entziehen. Nicht einmal professionelle Mathe­matiker können solche Objekte wirklich im Geiste erfassen – und dennoch schaffen sie es über Umwege, diese mit Hilfe von Formeln zu beschreiben.

2/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 2/2017

Kennen Sie schon …

11/2019

Spektrum - Die Woche – 11/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Pille, dem Erdöl und Schwarzen Löchern.

Aufmerksamkeit und Konzentration

Spektrum Kompakt – Aufmerksamkeit und Konzentration

Konzentriert an einer Aufgabe arbeiten, die gesamte Aufmerksamkeit auf etwas lenken - was geschieht dabei eigentlich in unserem Gehirn? Warum fällt das Menschen unterschiedlich schwer? Und warum beherrschen manche Multitasking so viel besser als andere?

10/2019

Spektrum - Die Woche – 10/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns Planet 9, dem Mikrobiom und der Landwirtschaft.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Amalric, M., Dehaene, S.: Origins of the Brain Networks for Advanced Mathematics in Expert Mathematicians. In: Proceedings of National Academy of Science 113, S. 4909-4917, 2016


Aydin, K. et al.: Increased Gray Matter Density in the Parietal Cortex of Mathematicians: A Voxel-Based Morphometry Study. In: American Journal of Neuroradiology 28, S. 1859–1864, 2007


Evans, T.M. et al.: Brain Structural Integrity and Intrinsic Functional Connectivity Forecast 6 Year Longitudinal Growth in Children's Numerical Abilities. In: The Journal of Neuroscience 35, S.11743–11750, 2015


Pesenti M, et al.: Mental Calculation in a Prodigy is Sustained by Right Prefrontal and Medial Temporal Areas. In: Nature Neuroscience 4(1), S. 103–107, 2001