Ein Computermodell japanischer Forscher simuliert die dynamische und chemische Entwicklung junger Sternsysteme – von den ersten Gasschwaden im frühen Universum bis zu den heute beobachteten Elliptischen Galaxien.
Wie die ersten Galaxien entstanden sind, glauben die Astronomen in Grundzügen verstanden zu haben. Demnach lagerten sich zunächst kleine Wolken aus primordialem Wasserstoff- und Heliumgas sowie erste Sterne sukzessive zu immer größeren Gebilden zusam-men. Das Gas, welches sich durch Abstrahlung thermischer Energie abkühlte, stürzte in Richtung der Zentren der Protogalaxien, während massereiche Sterne als Supernovae explodierten, die Gasschwaden durcheinander wirbelten und sie gleichzeitig mit schwereren Elementen anreicherten.
Doch wie diese Prozesse genau abliefen, und wie sich aus den ersten Galaxien im frühen Universum die heute sichtbaren Sternsysteme entwickelten – dazu gibt es noch mehr offene Fragen als Antworten.
Spektrum der Wissenschaft – Kosmisches Rätsel - Galaxien ohne Dunkle Materie
Dunkle Materie gilt als unverzichtbar für die Entstehung von Galaxien – doch inzwischen wurden mehrere Systeme ohne sie entdeckt. Was bedeutet das für die bisherigen Modelle? Der zweite Teil der Serie »Intelligenz aus zwei Welten« widmet sich der Frage, ob wir eigentlich noch verstehen, was wir erforschen, wenn künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Passend dazu hinterfragt ein Kommentar kritisch den Umgang mit KI-Tools in der Wissenschaft. Außerdem berichten wir über umstrittene Fossilien aus Gabun und über aktuelle Versuche von Biophysikern, künstliches Leben zu erzeugen.
Spektrum der Wissenschaft – Den Kosmos entschlüsseln – Vom Sonnensystem in die Tiefen des Universums
In dieser Ausgabe berichten wir über ferne Galaxien, das Sterben von Sternen, äußerst energiereiche Gammastrahlenblitze und neue Erkenntnisse zur Dunklen Energie. Weiter informieren wir Sie über Raumfahrtmissionen zu anderen Himmelskörpern, beispielsweise die der NASA-Sonde Europa-Clipper, welche den gleichnamigen Jupitermond auf die Existenz von Ozeanen untersuchen soll. Darüber hinaus: Teleskope der Superlative mit denen der Kosmos auch von der Erde aus, immer genauer beobachtet werden kann.
Sterne und Weltraum – Überlebt – Messier 54 – Relikt einer Kollision mit unserer Galaxis
Ein Amateurastronom hat auf der Basis eigener Beobachtungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse den Kugelsternhaufen Messier 54 untersucht, der sich optisch in der Nähe des Milchstraßenzentrums befindet. Er entpuppt sich als fernes extragalaktisches Relikt: Der Haufen ist ein Überbleibsel einer Zwerggalaxie, die mehrfach das Zentrum unserer Galaxis umläuft und dabei zerstört wird. Außerdem berichten wir über die vierjährige Marsmission der NASA-Sonde InSight, die dort unter anderem den Wärmefluss im Boden messen sollte. Weiter werfen wir einen Blick auf Forschungsansätze zur Hawking-Strahlung, nach denen unser Universum schneller als gedacht zerfallen könnte und stellen ein Projekt der Südtiroler Schülergruppe »astrocusanus« vor, die mit einem leistungsstarken Teleskop auf die Suche nach lichtschwachen Kleinkörpern geht.
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