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Griechische Kolonisation: "Wie Frösche um einen Teich"

Der Handel florierte, die Gemeinwesen wuchsen, kurz: Griechenland boomte im 8. Jahrhundert v. Chr. Und dennoch brachen Kolonisten zu neuen Gestaden auf – waren sie die Verlierer des Aufschwungs?
"Wie Frösche um einen Teich"
De zackigen Zähne der Anker fesseln die Schiffe; den Strand bedecken sie Heck an Heck. Und mutig schwingt sich die Jugend, entflammt von heißer Begierde auf die hesperische Erde hinaus.« So schilderte der römische Dichter Vergil (70 – 19 v. Chr.) in seiner »Aeneis« die Ankunft der ersten Griechen in Italien.

Scharenweise hatten Auswanderer zwischen 750 und 500 v. Chr., dem archaischen Zeitalter, Hellas verlassen, um in der Fremde eine neue Heimat zu finden. Fast zweihundert Siedlungen entstanden rings um das Mittelmeer und das Schwarze Meer, was den Athener Philosophen Sokrates (469 – 399 v. Chr.) spotten ließ: "Wie Frösche um einen Teich". Ein bunter Flickenteppich autonomer Gemeinwesen, unter denen die in Italien und auf Sizilien eine besondere Rolle spielen sollten. Schon in der Antike nannte man diese Region deshalb Magna Graecia – Großgriechenland.

Viel rätselten Altertumsforscher über die Gründe jener im 8. Jahrhundert v. Chr. einsetzenden "Großen Griechischen Kolonisation". Handelsinteressen vermuteten die einen, Landmangel durch Überbevölkerung die anderen. Tatsächlich warnte…
Januar 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2008

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