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Entwicklung: Wie Kinder lernen

In den ersten Lebensjahren lernen Kinder wie ­nebenbei. Ihr früh vorhandenes Gespür für Muster und ­Regelmäßigkeiten in der Umwelt zeigt sich auch im Gehirn.

Look, my cereals are swimming!«, sagt die deutsche Austauschstudentin Marie beim Frühstück zu ihrer fünfjährigen Gastschwester Andy. Die kleine US-Amerikanerin schaut kritisch und korrigiert im Brustton der Überzeugung: »They are not swimming – they are floating!«

Warum erlernen Kinder offenbar mühelos die feinen Nuancen ihrer Muttersprache? Andy hat sich schließlich nie damit auseinandergesetzt, dass man im Englischen verschiedene Verben für belebte und unbelebte Objekte (wie »swim« und »float«) verwendet. Im Gegensatz dazu gelingt es Erwachsenen oft selbst nach Jahren nicht, die Grammatik einer Fremdsprache derartig gut zu verinnerlichen.

Kinder erwerben nicht nur Sprachen in aller Regel leichter als Erwachsene. Auch in anderen Bereichen – wie beim Musizieren oder im Profisport – sind jene, die bereits in der frühen Kindheit damit begannen, im Vorteil. Und das liegt nicht nur daran, dass sie mehr Zeit zum Üben hatten ...

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  • Quellen

Ambrus, G. G. et al.: When less is more: Enhanced statistical learning of non-adjacent dependencies after disruption of bilateral DLPFC. Journal of Memory and Language 114, 2020

Conway, C. M.: How does the brain learn environmental structure? Ten core principles for understanding the neurocognitive mechanisms of statistical learning. Neuroscience & Biobehavioral Reviews 112, 2020

Janacsek, K. et al.: The best time to acquire new skills: Age‐related differences in implicit sequence learning across the human lifespan. Developmental Science 15, 2012

Jost, E. et al.: Neurophysiological correlates of visual statistical learning in adults and children. Proceedings of the Cognitive Science Society 33, 2011

Keresztes, A. et al.: Hippocampal maturation drives memory from generalization to specificity. Trends in Cognitive Sciences 22, 2018

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