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Blick in die Forschung: Kurzberichte: Wie schnell wachsen Schwarze Löcher?

Heidelberger Astronomen haben eine neue Methode zur Altersbestimmung von weit entfernten Quasaren entwickelt: Sie fanden einen Zusammenhang zwischen dem von Gaswolken in der Umgebung absorbierten Licht und der Aktivitätsdauer der Quasare.
Centaurus A

Im Zentrum von nahezu jeder Galaxie kann man eines finden – ein massereiches Schwarzes Loch, das viele Millionen bis Milliarden Mal so schwer ist wie unsere Sonne. Das Schwarze Loch im Zentrum unseres Milchstraßensystems beispielsweise wiegt etwa vier Millionen Sonnenmassen. Diese Erkenntnis rührt her von der Beobachtung der Sternbewegungen direkt im Zentrum. Sie umkreisen ganz offensichtlich auf elliptischen Bahnen ein unsichtbares, sehr kompaktes Objekt. Mit Hilfe der drei Gesetze, die Johannes Kepler zu Beginn des 17. Jahrhunderts anhand von Beobachtungen der Planetenbahnen in unserem Sonnensystem fand, ließ sich die Masse dieses unsichtbaren Objekts berechnen. Das überraschende Ergebnis: Das unsichtbare Objekt muss einige Millionen Sonnenmassen schwer sein, um die Sterne im Zentrum unserer Galaxis auf ihren Bahnen halten zu können ...

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Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum - Die Woche – Gibt es Gott, Heino Falcke?

Gibt es Gott? Der Astrophysiker Heino Falcke sagt ja – und erklärt im Interview, warum Naturgesetze für ihn »Schöpfungsworte« sind. Außerdem: Vogelgrippe bei Katzen, die erste namentlich bekannte Autorin der Weltgeschichte und die Suche nach dem Wrack von MH370. Das und mehr in »Die Woche«.

Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?

  • Quelle

Eilers, A.-C. et al: Implications of z ~ 6 Quasar Proximity Zones for the Epoch of Reionization and Quasar Lifetimes. In: The Astrophysical Journal 840:24, 2017

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