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Futur III: Wie wir das All eroberten

Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Eine Kurzgeschichte von Val Nolan

Viele fragen sich, wann wir aufhörten, wirklich menschlich zu sein. War es, als wir uns das erste Mal gegen Vakuum, Röntgenstrahlung und kosmische Partikel so weit abhärteten, dass wir im Weltall existieren konnten? Oder vielleicht, als wir uns physiologisch umformten, um das Sternenlicht für Fotosynthese zu nutzen? Oder noch später, nach dem Erlöschen der Sterne, als unsere Münder und Lungen wie hungrige Staustrahltriebwerke interstellaren Wasserstoff aufzusaugen begannen? Im Lauf der Gigajahre haben uns Ingenieurkunst und künstliche Evolu­tion befähigt, erst Dunkle Materie zu verzehren und später Dunkle Energie, und das beschleunigte natürlich unsere Expansion unermesslich. Das Universum ist jetzt erfüllt von Menschen, die frei durchs Dunkel ziehen. Zu guter Letzt sind wir doch noch eine wahrhaft interstellare Spezies geworden …

November 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft November 2019

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