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Wir arrangieren uns mit dem Klimawandel

Die Weltklimagipfel Kioto 1997, Kopenhagen 2009 und Durban 2011 markieren eine absteigende Linie. Lag in Kioto eine völkerrechtlich verbindliche Selbstverpflichtung der Industrieländer zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen noch zum Greifen nah, so rückte sie mit jeder Folgekonferenz in immer weitere Ferne. Wenn die Fortschreibung des Kioto-Protokolls scheitert, steht es ab 2012 jedem einzelnen Land frei, ob und inwieweit es etwas gegen die globale Erwärmung unternimmt.

Dabei hat sich das Problem in den vergangenen zehn Jahren nicht etwa von selbst erledigt oder auch nur abgemildert, im Gegenteil. Noch nie haben Industrie und Schwellenländer so viel Kohlendioxid in die Luft geblasen wie heute, und der globale Trend weist steil nach oben. Vor allem Indien und China legen rapide zu; die USA bauen ihre führende Position bei der Pro-Kopf-Emission weiter aus. Zugleich erhärtet sich der – von den meisten Klimaforschern ohnedies nicht bezweifelte – Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Erderwärmung...

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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