Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Interview: "Wir behandeln Menschen, nicht Gehirne"

Martin Hautzinger leitet die Abteilung für Klinische Psychologie an der Universität Tübingen. Der Depressionsexperte hält es für unentbehrlich, auch das Gehirn zu betrachten, wenn man psychische Störungen effektiv therapieren will. Dabei dürfe der Patient jedoch nicht aus dem Blick geraten.
Martin Hautzinger
Herr Hautzinger, Ihre Kollegin Herta Flor geht davon aus, dass Gehirn und Psyche zwei Seiten derselben Medaille seien. Ist dies unter Psychotherapeuten heute allgemeine Überzeugung?
Ja. Psychologen wie auch Mediziner werden schon in ihrer Ausbildung damit konfrontiert, dass seelische Vorgänge eine biologische Basis haben und dass sich beide Seiten wechselseitig beeinflussen. Man hat so etwas wohl auch schon immer vermutet, aber die Methoden waren lange Zeit zu grob, um Genaueres darüber sagen zu können. Erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren konnten mit Hilfe der bildgebenden Verfahren geistige und physiologische Phänomene sehr exakt miteinander verknüpft werden. Inwieweit dies der psychotherapeutischen Praxis nützt, steht freilich auf einem anderen Blatt ...

Kennen Sie schon …

Spektrum Psychologie – Das Glücksparadox – Wie wir ihm entkommen

Macht die Suche nach dem Glück unglücklich? Das Titelthema dieser Ausgabe zeigt, weshalb unser Streben manchmal nach hinten losgeht – und wie wir es klüger gestalten. Außerdem: Die vielen Gesichter der Depression, wie wir Ziele leichter erreichen, was hinter Rachegefühlen steckt und mehr.

Gehirn&Geist – Perfektionismus - Ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen?

Rund 30 Prozent der Erwachsenen zeigen perfektionistische Tendenzen – doch oft hat dies auch seinen Preis. Perfektionismus kann ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen sein. Wir berichten, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen hohen Ansprüchen gelingen kann und welche Form von Perfektionismus Eltern vermeiden sollten, um ihre Kinder zu entlasten. Außerdem werfen wir einen Blick auf die langen Wartezeiten in der Psychotherapie, beleuchten, ob Ohrstöpsel tatsächlich den Schlaf verbessern, und fragen, wie wir möglichst lange gesund leben können.

Spektrum - Die Woche – »Ein wertvolles Element im Energiemix der Zukunft«

In dieser »Woche« beleuchten wir den aktuellen Stand der Kernfusionsforschung: ob der Hype berechtigt ist und welche technischen Hürden noch genommen werden müssen. Außerdem: KI, die kein Mensch mehr versteht, GPS-Spoofing in der Straße von Hormus und die Psychologie der Jahreszeiten.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.