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Wahrnehmung: Probleme gesucht!

Unser Gehirn vergleicht gern. Das hindert uns nicht nur daran, absolute Urteile über unsere Umwelt zu fällen, sondern kann auch ziemlich frustrierend sein.
Frau schaut mit dem Fernglas aus dem FensterLaden...

Manchmal hat man den Eindruck, dass die Probleme im Leben einfach nicht weniger werden – egal wie hart man daran arbeitet, sie zu lösen. Der Grund dafür liegt in einer Eigenart des menschlichen Gehirns, Informationen zu verarbeiten. Dadurch entdecken wir, kaum dass wir eine Verbesserung erreicht haben, schnurstracks neue Schwierigkeiten.

Angenommen, die Anwohner in einem Stadtviertel bilden wegen zunehmender Einbrüche und körperlicher Attacken in der Nachbarschaft eine Art Freiwilligenwache. Anfangs ruft diese die Polizei, sobald sie Hinweise auf solche Verbrechen sieht. Doch was geschieht, wenn ihr Einsatz tatsächlich Erfolg zeigt und derartige Vergehen dort immer seltener werden? Eigentlich könnten die Mitglieder der Wache sich entspannen, schließlich gehören die Vorkommnisse, um die sie sich früher Sorgen machten, nun der Vergangenheit an …

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Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 9/2019

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  • Quellen

Haslam, N.: Concept Creep: Psychology's Expanding Concepts of Harm and Pathology. Psychological Inquiry 27, 2016

Levari, D.E. et al.: Prevalence-induced concept change in human judgment. Science 360, 2018

Niven, J.E., Laughlin, S.B.: Energy limitation as a selective pressure on the evolution of sensory systems. Journal of Experimental Biology 211, 2008

Schwartz, O. et al.: Space and time in visual context. Nature Reviews Neuroscience 8, 2007