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Hanse: Lübeck: "Wir graben in der Keimzelle der Hanse"

Lübeck war eine der größten Städte des Ostsee- raums und vielfach tonangebend im Hansebund. Bis 2013 werden mehr als 9000 Quadratmeter im so genannten Kaufleuteviertel der Altstadt ­archäologisch ­erforscht. epoc sprach mit dem leitenden Archäologen Manfred Schneider.
­epoc: Im Jahr 1143, so berichtete es der Chronist Helmold von Bosau in seiner Slawen-Chronik, ließ Graf Adolf II. von Schauenburg auf einer Halbinsel am Zusammenfluss von Trave und Wakenitz die Stadt Lübeck bauen. Was veranlasste ihn dazu?

Manfred Schneider: Man muss Adolf II. schon außerordentliche Weitsicht bescheinigen. Er nutzte eine Gunst der Stunde: Schon seit dem 9. Jahrhundert gab es die slawische Siedlung Liubice an der Trave, ein gutes Stück meerwärts. Wir wissen aus Schriftquellen, dass im 11. Jahrhundert dort auch deutsche Kaufleute ansässig waren, die mit den skandinavischen Ländern Handel trieben. 1138 wurde Liubice von einem anderen slawischen Stamm zerstört. Adolf nutzte die Gelegenheit, mit der Gründung von Neu-Lübeck eine Schlüsselposition im Ostseehandel zu besetzen. Auch die Eindeutschung des Namens diente sicherlich nicht allein dazu, Rechte der slawischen Niederlassung zu übernehmen. Liubice war im heutigen Sinn ein eingeführter Markenname. …
02/11

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/11

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