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Emotionstheorie: Wir sind, was wir fühlen

Was sind Emotionen? Wie entstehen sie – und wozu sind sie überhaupt gut? Neue Antworten auf uralte Fragen des Menschseins
Haben Sie schon einmal gezählt, wie viele verschiedene Gefühlszustände Sie im Lauf eines einzigen Tages durchleben? Noch vor dem Aufstehen freuen Sie sich auf den morgendlichen Kaffee oder Tee. Dann ärgern Sie sich über die U-Bahn, die Ihnen vor der Nase wegfährt. Neidisch beäugen Sie das schicke Handy eines anderen Pendlers oder fühlen sich vom Pitbull Ihres Sitznachbarn bedrängt. Im nächsten Moment stresst Sie der Gedanke an die lange To-do-Liste auf der Arbeit, oder es ist Ihnen peinlich, dass Sie den gestrigen Geburtstag Ihres Freunds vergessen haben.
Manche Emotionen nehmen uns vollständig in Beschlag, andere schwingen dezent im Hintergrund mit; einige sind schrecklich, viele einfach nur schön – alle aber kommen und gehen, ohne dass wir dies sonderlich beeinflus-sen könnten. So scheint es uns jedenfalls. Oft können wir nicht einmal einen Grund für ein bestimmtes Gefühl angeben, oder es fällt uns schwer auszumachen, was überhaupt in uns vorgeht ...

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Literaturtipps

Damasio, A.: Descartes’ Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. dtv, München 1997.

Ekman, P.: Gefühle lesen. Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren. SAV, Heidelberg 2007.

LeDoux, J.: Das Netz der Gefühle. Wie Emotionen entstehen. dtv, München 2001.

Zinck, A., Newen, A.: Classi­fying Emotion: A Developmental Account. In: Synthese 161(1), S. 1-25, 2008.