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Serie Energie Interview: "Wir wollen die Welt retten"

Bessere Katalysatoren sind der Schlüssel für bessere Elektrolyseure und Brennstoffzellen – und damit auch für die effiziente Speicherung elektrischer Energie im Rahmen einer Wasserstoffwirtschaft. Ihre Entwicklung hat sich Robert Schlögl zur Aufgabe gemacht. Im Interview erläutert der renommierte Chemiker, warum Katalysatoren so kompliziert sind und welche Bedeutung vernetzte Forschung hat.

Spektrum der Wissenschaft: Herr Professor Schlögl, es ist sehr schwer, Sie in Ihrem Büro anzutreffen. Sind Sie viel unterwegs?
Prof. Dr. Robert Schlögl: Ja, ich habe derzeit zwei Teams und pendle deshalb zwischen Berlin und Mülheim an der Ruhr – natürlich mit der Bahn, um möglichst wenig zu den Kohlendioxidemissionen beizutragen.

Aber wozu der Aufwand?
Schlögl: Weil wir bisher getrennte Kompetenzen zusammenbringen wollen. So gibt es am Institut in Mülheim Erfahrung damit, die Fotosynthese nachzuahmen. Jetzt kombinieren wir dieses Knowhow mit dem über konventionelle Katalysatoren am Fritz-Haber-Institut.

Hofft die Max-Planck-Gesellschaft, auf diese Weise Deutschlands Energieprobleme zu lösen?
Schlögl: Ja, denn um Wind- und Sonnenenergie optimal zu nutzen, muss man sie zwischenspeichern können – indem etwa ein Elektrolyseur Wasser zerlegt, der Wasserstoff dann in Tanks gespeichert und später mit einer Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt wird. Wir konzentrieren uns auf den ersten Teil dieses Zyklus, auf die Elektrolyse. Wobei Brennstoffzellen bezüglich der Katalysatoren nur die Kehrseite derselben Medaille darstellen...

Mai 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2012

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