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Thermen: "Wirkliches Leben schenken nur Bäder, Wein und Liebe"

Die Römer genossen ihre Badekultur. Zu verdanken war sie insbesondere der Raffinesse ihrer Ingenieure. Diese sorgten nicht nur in allen Winkeln des Reichs für fließendes Wasser, sondern erfanden auch die Technik für wohlig warmes Baden.
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Baden war der Inbegriff römischer Lebenskultur. Davon legen nicht nur die Überreste unzähliger Thermen­anlagen beredtes Zeugnis ab, sondern auch die Sprüche, Verse und Erzählungen römischer Literaten und die allgegenwärtigen Graffiti und Grabinschriften. "Bäder, Wein und Liebe verderben unseren Leib! Aber wirkliches Leben schenken nur Bäder, Wein und Liebe" – das lateinische Sprichwort aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. spiegelt vielleicht am deutlichsten dieses Lebensgefühl des "otium", der Freizeit und Muße, wider.

Tagtäglich lockten die Bäder Angehörige aller gesellschaftlichen Schichten – ob Senatoren, Legionäre, Bauern, Handwerker, Frauen, Kinder oder Sklaven – umgeben von luxuriösem Ambiente traf man sich im wohl temperierten Nass, plauderte, entspannte und besprach Geschäftliches. Der gemeinschaftliche Besuch der Bäder war Ausdruck städtischen Lebens, aber vor allem das Ergebnis eines enor­men technischen Fortschritts ...

01/12

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 01/12

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