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Wissenschaft im Alltag: Hydraulische Bremsen

Bis in die dreißiger Jahre basierten Bremssysteme auf der Kraft, die vom Fahrer mit dem Fuß auf das Bremspedal übertragen wurde. Über Seilzug oder Gestänge wirkte sie auf die Bremsbacken, die gegen die Bremstrommel gedrückt wurden und so die Geschwindigkeit des Fahrzeugs verringerten.

Hydraulische Systeme hingegen übertragen den Druck mit Hilfe einer Flüssigkeit und erreichen auf diese Weise größere und gleichmäßigere Bremskräfte. Bei Betätigung des Pedals wird der Kolben des Hauptbremszylinders verschoben. Das wandelt die ausgeübte Kraft in Druck um, der über die Bremsleitungen zu den Kolben der Radbremszylinder übertragen wird; diese betätigen die eigentlichen Trommel- oder Scheibenbremsen. Weil die Fläche der Radbremszylinder größer ist als die des Hauptbremszylinders, wird die vom Fahrer mit dem Fuß ausgeübte Kraft verstärkt.

In den fünfziger Jahren erleichterte die Erfindung des Bremskraftverstärkers das Autofahren noch mehr, da er den Bremsdruck weiter erhöht, also noch weniger Fußkraft abverlangt. Zur Sicherheit sind moderne Bremsanlagen in mindestens zwei Kreise geteilt, zu denen je ein sich diagonal gegenüberliegendes Vorder- und Hinterrad gehört. Auch bei Ausfall eines Bremskreises kann der Fahrer das Fahrzeug also gefahrlos zum Stehen bringen.

2 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 2 / 2001

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