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Neuropsychologie: Wo glauben Sie hin?

Menschen mit einem Faible fürs Außersinnliche verblüffen in psychologischen Experimenten. Sie glänzen nicht nur bei einigen Kreativitätstests, sondern nehmen offenbar auch ihre Umwelt anders wahr als Skeptiker.
Die Versuchsanordnung ist denkbar schlicht: Ein zwei Meter breiter Korridor, auf dessen Fußboden längs ein schnurgerader, schwarzer Strich verläuft – wasserfest, damit er die täglichen Einsätze des Reinigungspersonals überdauert. Die Versuchsleiterin führt eine junge Frau an das eine Ende des Gangs und verbindet ihr die Augen. Einen Fuß achtsam vor den anderen setzend soll die Probandin nun möglichst geradlinig loslaufen. Jede Abweichung nach links oder rechts wird genau protokolliert. Bevor die Versuchsperson an eine Wand stößt, führt sie jemand auf die Mittellinie zurück, von wo aus sie ihren Weg fortsetzt. Christine Mohr, inzwischen Dozentin für experimentelle Psychologie und Neuropsychiatrie an der University of Bristol, entwarf dieses Experiment vor einigen Jahren für ihre Doktorarbeit an der Universität Zürich. Thema der Dissertation: die neuropsychologischen Grundlagen des Glaubens an paranormale Phänomene …
März 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist März 2007

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Literaturtipps

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