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Stellarphysik: Die Allüren der Wolf-Rayet-Sterne

Lebe schnell und stirb jung. In der Astronomie fasst diese Redewendung sicherlich die Lebensgeschichte von Wolf-Rayet-Sternen zusammen, einem der seltensten Sterntypen in unserer Galaxis. Inzwischen erkennt man, dass er einen großen Einfluss auf das interstellare Medium und die Sternentstehung hat.
Wolf-Rayet-Sterne, WR  134, Sternbild Schwan

Wolf-Rayet-Sterne (auch WR-Sterne genannt), deren Lebensdauer auf nur fünf Millionen Jahre geschätzt wird, reichern das sie umgebende interstellare Medium mit Gas und Staub an, während sie jedes Jahr bis zu einem Zehnmillionstel einer Sonnenmasse ausstoßen, und verfügen über überbordende Sternwinde, die ihresgleichen suchen. Jeder von ihnen beendet sein Leben in einer Supernova, vielleicht sogar als langer Gammastrahlenausbruch – die energiereichste Form einer Sternexplo­sion. Ihre Leuchtkraft ist 100 000-mal so groß wie die der Sonne, was auf ihre hohen Temperaturen und Massen von etwa 10 bis mehr als 80 Sonnenmassen zurückzuführen ist.

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum der Wissenschaft – Dunkle Kometen: Geisterfahrer im Sonnensystem

Eine kleine Gruppe von Himmelsobjekten sorgt für Rätselraten unter Fachleuten: Obwohl die Brocken keinen Schweif aus Gas und Staub aufweisen, bewegen sie sich wie Kometen. Was treibt diese Dunklen Kometen an? Könnten sie sogar Hinweise auf den Ursprung des Wassers auf der Erde liefern? Weitere Themen in dieser Ausgabe: Die Ökologin Katja Tielbörger und der Molekularbiologe Detlef Weigel diskutieren darüber, wie ein Kompromiss zur Neuregelung der Grünen Gentechnik aussehen könnte. Sie sind sich einig: Man muss das gesamte System betrachten. Angesichts des Internationalen Jahres der Quantenphysik gehen wir der Frage nach, warum selbst Physiker die Quantenmechanik nicht verstehen – und was ihre Formeln über die Wirklichkeit aussagen. Außerdem stellen wir Ihnen vor, was Mikrofossilien über die Zeitgenossen der Dinosaurier verraten, und wir präsentieren Ihnen die Farbenpracht des altägyptischen Tempels von Esna. Fünf Jahre arbeiteten Restauratoren an der Rekonstruktion. Das Ergebnis ist spektakulär.

Spektrum - Die Woche – Die Supersymmetrie ist am Ende

Die Supersymmetrie galt lange als Hoffnungsträger der Physik – nun steht sie vor dem Aus. In der neuen Ausgabe von »Die Woche« erfahren Sie, warum das Forschungsfeld umstrukturiert wird und welche neuen Wege die Teilchenphysik nun einschlägt.

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