Direkt zum Inhalt
Neuro-Psychoanalyse

Wovon Freud nicht zu träumen wagte

Das Unbewusste spielt in der psychoanalytischen Theorie eine zentrale Rolle. Heute richten auch Neurowissenschaftler ihren Blick immer öfter auf das, was unserer bewussten Wahrnehmung verborgen bleibt.
Biologie des Bewusstseins
Wie stark beeinflussen unbewusste Vorgänge Ihren Alltag? Schwer zu sagen? Kein Wunder – bleiben uns doch unbewusste Impulse und Wünsche, die unsere Handlungen womöglich steuern, per Definition verborgen.
In den letzten Jahrzehnten gab es allerdings enorme technische Fortschritte, die es uns heute erlauben, die Aktivität des Gehirns direkt zu messen. So setzen sich inzwischen auch Hirnforscher mit psychoanalytischen Ideen auseinander, in denen unbewusste Kräfte traditionell eine wichtige Rolle spielen. Laut psychodynamischer Theorie etwa verfügen wir über verschiedene Möglichkeiten, beklemmende Gedanken oder Impulse aus dem Bewusstsein zu verbannen, so genannte Abwehrmechanismen. Dazu zählen unter anderem Verdrängung, Gedankenunterdrückung und Dissoziation.
Die Idee der Verdrängung beschrieb Sigmund Freud erstmals im Jahr 1892 …
Oktober 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Oktober 2010

Kennen Sie schon …

Dossier 1/2018

Gehirn&Geist – Dossier 1/2018: Die großen Fragen

Was ist Bewusstsein? • Macht Mitgefühl moralisch? • Existiert die Seele? • Wird Psychologie überschätzt? • Gibt es Wahrheit? • Kann man Resilienz lernen? • Bewirkt Nichts etwas?

4/2018

Gehirn&Geist – 4/2018

In dieser Ausgabe widmet sich Gehirn&Geist dem Phänomen der Selbsterkenntnis. Außerdem: Künstliche Intelligenz am Vorbild Gehirn und Zwangsneurosen bei Hunden.

Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 1/2018

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 1/2018: Neue Fronten der Hirnforschung

Orientierung: Unsere inneren Landkarten • Plastizität: Lernen leicht gemacht, selbst im Schlaf • Darmflora: Ihr Einfluss auf das Gehirn

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quellen
Anderson, M. C. et al.: Neural Systems Underlying the Suppression of Unwanted Memories. In: Science 303, S. 232-235, 2004.

Anderson, M. C., Levy, B. J.: Suppressing Unwanted Memories. In: Current Directions in Psychological Science 18(4), S. 189-194, 2009.

Reinders, A. A. T. S. et al.: Psychobiological Characteristics of Dissociative Identity Disorder: A Symptom Provocation Study. In: Biological Psychiatry 60(7), S. 730-740, 2006.

Waldvogel, B. et al.: Blind und sehend in einer Person. Schlussfolgerungen zur Psychoneurobiologie des Sehens. In: Der Nervenarzt 78(11), S. 1303-1309, 2007.