Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Schizophrenie: Wurzeln des Wahns

Etwa 13 000 Menschen werden in Deutschland Jahr für Jahr mit der Diagnose Schizophrenie konfrontiert. Mediziner wie Thomas Nickl-Jockschat von der RWTH Aachen versuchen herauszufinden, welche Genvarianten zu der Erkrankung beitragen und wie die Störung sich im Gehirn auswirkt.
SchizophrenieLaden...
Das Wort "schizophren" weckt irreführende Assoziationen. Der Namen der Krankheit (von altgriechisch: schizein = spalten; phren = Seele) suggeriert eine gespaltene Persönlichkeit – doch mit "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" hat die Schizophrenie nichts zu tun. Als der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler (1857-1939) zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Begriff einführte, hatte er vielmehr das Auseinanderfallen von Denken, Fühlen und Wollen der Betroffenen im Sinn.
Tatsächlich handelt es sich bei den schizophrenen Psychosen um eine ganze Gruppe neuropsychiatrischer Störungen mit teils recht unterschiedlichen Kennzeichen ...
April 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist April 2010

Kennen Sie schon …

17/2019

Spektrum - Die Woche – 17/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Feinstaub, unserem Gehirn und den Großeltern.

3/2019 (Mai/Juni)

Spektrum Psychologie – 3/2019 (Mai/Juni)

Depression oder Schizophrenie? Nein: Vitaminmangel! Etwa jeder zehnten psychischen Erkrankung könnte eine organische Ursache zu Grunde liegen, die eigentlich leicht zu behandeln ist. Doch oft dauert es Jahre, bis diese erkannt wird.

06/2019

Spektrum - Die Woche – 06/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Landwirtschaft, Supernovae und Querschnittlähmung.

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen
Boos, H. B. M. et al.: Brain Volumes in Relatives of Patients with Schizophrenia: A Meta-Analysis. In: Archives of General Psychiatry 64(3), S. 297-304, 2007.

Callicott, J. H. et al.: Variation in DISC1 Affects Hippocampal Structure and Function and Increases Risk for Schizophrenia. In: Proceedings of the National Academy of Sciences 102(24), S. 8627-8632, 2005.

Chen, X. et al.: Variants in the Catechol-o-Methyltransferase (COMT) Gene Are Associated with Schizophrenia in Irish High-Density Families. In: Molecular Psychiatry 9(10), S. 962-967, 2004.

Egan, M. F. et al.: Effect of COMT Val108/158 Met Genotype on Frontal Lobe Function and Risk for Schizophrenia. In: Proceedings of the National Academy of Sciences 98(12), S. 6917-6922, 2001.

Eickhoff, S. B. et al.: Metaanalysen in der klinischen Hirnforschung. In: Der Nervenarzt 81(1), S. 32-38, 2010.

Fan, J.-B. et al.: Catechol-O-Methyltransferase Gene Val/Met Functional Polymorphism and Risk of Schizophrenia: A Large-Scale Association Study plus Meta-Analysis. In: Biological Psychiatry 57(2), S. 139-144, 2005.

van Haren, N. E. M. et al.: Progressive Brain Volume Loss in Schizophrenia over the Course of the Illness: Evidence of Maturational Abnormalities in Early Adulthood. In: Biological Psychiatry 63(1), S. 106-113, 2008.

Lawrie, S. M. et al.: Brain Structure, Genetic Liability, and Psychotic Symptoms in Subjects at High Risk of Developing Schizophrenia. In: Biological Psychiatry 49(10), S. 811-823, 2001.

Li, D. et al.: Meta-Analysis Shows Strong Positive Association of the Neuregulin 1 (NRG1) Gene with Schizophrenia. In: Human Molecular Genetics 15(12), S. 1995-2002, 2006.

Nickl-Jockschat, T. et al.: Korrelation zwischen Risikogenvarianten für Schizophrenie und Hirnstrukturanomalien. In: Der Nervenarzt 80(1), S. 40-53, 2009.

Petronis, A. et al.: Monozygotic Twins Exhibit Numerous Epigenetic Differences: Clues to Twin Discordance? In: Schizophrenia Bulletin 29(1), S. 169-178, 2003.

Scherk, H., Falkai, P.: Effects of Antipsychotics on Brain Structure. In: Current Opinion in Psychiatry 19(2), S. 145-150, 2006.

Shenton, M. E. et al.: A Review of MRI Findings in Schizophrenia. In: Schizophrenia Research 49(1-2), S. 1-52, 2001.

St Clair, D. et al.: Association within a Family of a Balanced Autosomal Translocation with Major Mental Illness. In: The Lancet 336(8706), S. 13-16, 1990.

Stefansson, H. et al.: Neuregulin 1 and Susceptibility to Schizophrenia. In: American Journal of Human Genetics 71(4), S. 877-892, 2002.

Sullivan, P. F. et al.: Schizophrenia as a Complex Trait: Evidence From a Meta-Analysis of Twin Studies. In: Archives of General Psychiatry 60(12), S. 1187-1192, 2003.

Zubin, J., Spring, B.: Vulnerability: A New View of Schizophrenia. In: Journal of Abnormal Psychology 86(2), S. 103-126, 1977.