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Stromtransport: Zukunftssichere Netze

Der europaweite Stromausfall Anfang November 2006 führte drastisch vor Augen, was Experten schon lange wissen: Unsere Stromnetze arbeiten an ihrer Belastungsgrenze. Neue Konzepte müssen dringend umgesetzt werden – zumal der wachsende Anteil Elektrizität aus regenerativen Quellen sogar Probleme schafft.
Stromtransport schien für Konsumenten kein Thema, über das man sich in Europa groß Sorgen machen müsste – schon gar nicht in Deutschland. Allenfalls erregten hohe Endverbraucherpreise die Gemüter. Auch die dramatischen Ereignisse wie in den USA am 14. August 2003 – 40 Millionen Menschen saßen landesweit stundenlang im Dunkeln – sowie in Italien einen Monat später galten in Deutschland als exotisch. Dergleichen schien hier undenkbar. Doch als im November 2005 im Münsterland Strommasten unter der Last von Blitzeis wie Streichhölzer einknickten, zeigte sich erstmals die Verwundbarkeit auch unserer Stromversorgung. Wie eng verzahnt das deutsche Netz mit dem anderer Länder ist, offenbarte dann am 4. November 2006 ein europaweiter Stromausfall, der seinen Anfang in Niedersachsen genommen hatte. Eine Leitung über die Ems war planmäßig abgeschaltet worden, wie schon viele Male zuvor. Diesmal aber pflanzte sich der Vorgang als Störung im Netz des Betreibers E.ON fort und zog weitere Abschaltungen infolge Überlastung nach sich. Am Ende saßen dann immerhin zehn Millionen Menschen in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und Spanien im Dunkeln...

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