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Visuelle Wahrnehmung: Zum Greifen nah

Mit dem Blockbuster "Avatar" haben Filmemacher eine neue Ära ein­geläutet: das 3-D-Kino. Um den täuschend echten Seheindruck zu erzeugen, nutzen sie die Tatsache aus, dass auch unsere "normale" räumliche Sicht der Dinge letztlich nichts ist als eine - Illusion.
Blaues WunderLaden...
James Camerons Sciencefiction-Epos "Avatar"­ von 2009 ist der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten. Der im digitalen 3-D-Verfahren gedrehte­ Kassenschlager gilt zudem als erster Streifen eines neuen Kinozeitalters, denn mit ihm scheint dieser Technik endlich der Durchbruch in den Filmpalästen zu gelingen – und dies, obwohl das dahinterstehende Prinzip alles andere als neu ist.
Bereits in den 1950er Jahren sah ich als kleiner Junge mit dem Horrorklassiker "Der Schrecken vom Amazonas" einen der ersten Gehversuche des 3-D-Kinos. Der Zuschauer bekam zur Eintrittskarte eine Brille mit einem roten und einem grünen Glas ausgehändigt. Wenn man hindurchblickte, entstand ein gewisser Eindruck von räumlicher Tiefe – allerdings auf Kosten einer korrekten Farbwiedergabe. Doch wie kommt der seltsame Effekt überhaupt zu Stande? Die Antwort auf diese Frage verbirgt sich im Aufbau unseres visuellen Systems ...
Juni 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juni 2010

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  • Literaturtipps
Georgieva, S. et al.: The Processing of Three-Dimensional Shape from Disparity in the Human Brain. In: The Journal of Neuroscience 29(3), S. 727-742, 2009.
Überblickstudie mit teils neuen Ergebnissen zur Suche nach dem Verarbeitungsort des stereoskopischen Sehens im Gehirn

Hoffman, D. D.: Visuelle In­telligenz. Wie die Welt im Kopf entsteht. dtv, München 2003.
Anschauliche Einführung in die Arbeitsweise des "Realitätsmachers" Gehirn

Hubel, D. H.: Auge und Gehirn­. Neurobiologie des Sehens. Spektrum Akade­mischer Verlag, Heidelberg 1989.
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