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Selbstkontrolle: Zwei Seelen, ach, in meiner Brust

Obst oder Schokolade? Vollkornbrot oder Sahneschnitte? Vor eine solche Wahl gestellt, konkurrieren in uns zwei Systeme der Handlungssteuerung, erklären die Psychologen Wilhelm Hofmann und Malte Friese. Dieses Wissen eröffnet eine Reihe von Wegen, wie wir unsere Impulse besser im Zaum halten können.
Zwischen den Tellern
Da startet man mit den besten Vorsätzen in den Abend – und dann das: Geradewegs am Obstkorb vorbei greift die Hand nach dem leckeren Stück Schokoladentorte im Kühlschrank. Statt wie geplant auf der Party nüchtern zu bleiben, fährt man mitten in der Nacht angetrunken nach Hause. Oder man erwacht, dem eigenen Treueschwur zum Trotz, in einem fremden Bett.
Immer wieder sind wir hin- und hergerissen zwischen unseren langfristigen, vernunftgeleiteten Zielen und der Aussicht auf unmittelbaren Lustgewinn. Einer Verlockung zu widerstehen erfordert oft ein beträchtliches Maß an Selbstkontrolle – der Fähigkeit, langfristige Ziele auch gegenüber kurzfristigen Versuchungen oder anderen Widerständen durchzusetzen. Wie kommt es, dass Menschen immer wieder schwach werden und ihren Langzeitinteressen zuwiderhandeln? Welche Umstände begünstigen oder erschweren die Selbstkontrolle? Und was kann man unternehmen, um sie zu stärken? ...

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  • Quellen
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Houben, K. et al.: Learning to Dislike Alcohol: Conditioning Negative Implicit Attitudes Toward Alcohol and its Effect on Drinking Behavior. In: Psychopharmacology 211(1), S. 79-86, 2010.

Lieberman, M. D.: The X- and C-Systems: The Neural Basis of Automatic and Controlled Social Cognition. In: Harmon-Jones, E., Winkelman, P. (Hg.): Fundamentals of Social Neuroscience. Guilford, New York 2007, S. 290-315.

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Strack, F., Deutsch, R.: Reflective and Impulsive Determinants of Social Behavior. In: Personality and Social Psychology Review 8, S. 220-247, 2004.

Wiers, R. W. et al.: Retraining Automatic Action-Tendencies to Approach Alcohol in Hazardous Drinkers. In: Addiction 105(2), S. 279-287, 2010.