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Nanopartikel: Zwerge mit Durchschlagskraft

Vielen Medizinern gilt die Nanotechnik als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Doch die winzigen Nanopartikel können offenbar in jedes Gewebe im Körper vorstoßen - auch ins Gehirn. Ein guter Grund, sie genauer unter die Lupe zu nehmen, rät die Biologin Anna von Mikecz von der Universität Düsseldorf.
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Nano – noch vor wenigen Jahren war das ein Zauberwort. Schließlich gilt die Nanotechnologie als wegweisend für das 21. Jahrhundert; immer neue Anwendungsmöglichkeiten in der Elektronik, der Medizintechnik oder für den Umweltschutz drängen auf den Markt. Andererseits wächst jedoch die Zahl der Kritiker, die vor den gesundheitlichen Folgen der winzigen Partikel warnen.
Dabei leben wir schon lange mit den Teilchen aus der Zwergenwelt. Nanopartikel entstehen etwa bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff, auch werden sie seit Jahren zu verschiedenen industriellen Zwecken hergestellt: Silizium- und Titandioxidpartikel verbessern die Produkteigenschaften von Lacken, Tonern, Medikamenten und Kosmetika. Der Toxikologe Günter Oberdörster von der University of Rochester (US-Bundesstaat New York) schätzt, dass Nanoteilchen den größten Anteil an Partikeln in unserer Umwelt ausmachen – noch vor Grob- und Feinstaub. Nachdem sich Umweltmediziner lange nur dafür interessierten, welche gesundheitlichen Folgen durch das Einatmen von Feinstäuben (Teilchendurchmesser von bis zu zehn Mikrometern) drohen, hat sich der Fokus neuerdings auf die biomedizinischen Effekte der mehr als 100-fach kleineren Nano­partikel verlagert.
Das entscheidende Kennzeichen von Nano­partikeln ist ihre Winzigkeit ...
März 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist März 2010

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  • Quellen
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