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Zukunft der bemannten Raumfahrt: 2020: Rückkehr zum Mond?

Derzeit ist an großen Ankündigungen für die bemannte Erforschung von Mond und Mars kein Mangel. Besonders die USA möchten nach dem Willen ihres derzeitigen Präsidenten sich wieder ins All aufmachen. Werden den vielen Worten aber auch Taten folgen?
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Bis zum Jahr 2020 wollen die USA nach dem Willen der NASA wieder bemannt auf dem Mond landen. Dieses Mal möchten sie dort aber nicht wie vor fast vierzig Jahren nur für ein paar Tage bleiben, sondern eine ständig bemannte Station errichten und darüber hinaus im Rahmen des Forschungsprogramms „Moon, Mars and Beyond“ auch intensiv weitere Himmelskörper des Sonnensystems erkunden.

Dabei sollen nach den ehrgeizigen Plänen, so NASA-Sprecher Rock Gilbrech, nicht nur einfache Stationen, sondern ganze Städte auf der Mondoberfläche entstehen. „Constellation“, so der Name des Vorhabens für die Besiedlung des Mondes, sieht eine regelrechte Kolonisierung des Erdtrabanten vor. In Vorbereitung darauf finden derzeit schon viele kleine Forschungsprojekte statt.

Das in der Entwicklung befindliche Trägersystem ARES, das vom Design sehr stark an die Saturn-Raketen der Apollo-Ära erinnert, wird dabei ebenso forciert wie die Entwicklung geeigneter Mondhabitate. Auch die Konstruktion von Fallschirmsystemen für die Rückkehr zur Erde wird derzeit getestet, es könnte aber auch für kommende Marsmissionen eingesetzt werden.

Der Mars ist ein weiteres von der NASA angepeiltes Ziel: Neben bemannten Mondflügen soll die Erkundung des Nachbarplaneten mit unbemannten Instrumententrägern vorangetrieben werden, deren Aufgaben darin bestehen, Landeplätze für künftige bemannte Missionen zu erkunden. Dazu meinte Jeff Hanley, NASA-Verantwortlicher für das Constellation-Programm: „Wir haben die Internationale Raumstation, wir werden einen Vorposten auf dem Mond einrichten und eines Tages werden wir sicher zum Mars fliegen."

Über allem steht jedoch die Frage der Finanzierung, die nach wie vor sehr unsicher ist. Trotz vollmundiger Ankündigungen verschiedener US-Präsidenten ist die NASA im Prinzip heute kaum weiter als vor zwanzig oder dreißig Jahren, denn man ließ in der Vergangenheit den Visionen nie die dazu nötigen Finanzmittel folgen. Forschungen in Richtung einer Wiederaufnahme bemannter Flüge außerhalb des erdnahen Raumes mussten immer kostenneutral sein: Das heißt im Klartext, dass Gelder von anderen Projekten abgezogen wurden. Ob es dieses Mal anders sein wird, ist unklar, denn auch die diesmaligen offiziellen Äußerungen zum Thema Finanzierung sind sehr vage und nebulös.

Manfred Holl

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