Direkt zum Inhalt

Südkorea: 6. Jahrhundert: Mädchen lebendig begraben

Gaya National Institute of Cultural Heritage, Korea
Jung und schön war sie, doch das hat sie nicht vor einem grausamen Schicksal bewahrt: Das Dienstmädchen musste zusammen mit ihrem Dienstherren – dem Oberhaupt einer der mächtigsten Familien der Gegend – in den Tod. Archäologen haben sie und drei weitere Diener vor ein paar Jahren im Südosten Südkoreas in einer Grabkammer aus dem 6. Jahrhundert entdeckt. Jetzt "erweckten" Forscher sie ein letztes Mal zum Leben.

Das junge Dienstmädchen ... | ... fand in der Grabkammer ihres Herren einen frühen Tod.
Zwei Jahre hatten die Wissenschaftler das Gaya National Institute of Cultural Heritage die gut erhaltenen Knochen genau untersucht und vermessen. Am Ende stand ein dreidimensionales Computermodell des Mädchens sowie ein lebensgroßes Abbild aus Silikon, das "in jedem Detail auf medizinischen, anthropologischen und statistischen Auswertungen beruht", so Lee Seong-jun.

Das Silikonmodell der schönen Namenlosen ... | ... ist das Ergebnis von zwei Jahren Rekonstruktionsarbeit.
Das namenlose Mädchen war demnach 1,53 m groß und von zierlicher Statur und hatte relativ kurze Arme. Sie trug einen goldenen Ohrring und hat während ihres Lebens oft Arbeiten im Knien verrichtet. Ernährt hat sich sich, wie die anderen Diener auch, vornehmlich von Reis, Gerste, Bohnen, aber auch Fleisch.

Auch als Computermodell ... | ... beeindruckt das 16jährige Dienstmädchen.
Während des so genannten Gaya-Königreichs war es üblich, Diener mit ihren Herren zu begraben. Jener selbst fiel allerdings Grabräubern zum Opfer.

Nicole Mai

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.