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News: Aktivität einzelner Nervenzellen des Kleinhirns gemessen

Britischen Forschern ist es gelungen, die Aktivität einzelner Nervenzellen im Kleinhirn lebender Tiere zu beobachten. Paul Chadderton und seine Kollegen vom University College London hatten hierfür Ratten betäubt und anschließend einzelne Körnerzellen des Kleinhirns mit der so genannten Patch-Clamp-Technik vermessen. Dabei wird die Zellmembran mit einer winzigen Pipette angesaugt, sodass der Ionenstrom zwischen innen und außen der Zelle verfolgt werden kann.

Körnerzellen sind die kleinsten Nervenzellen der Groß- und Kleinhirnrinde. Sie gelten als wichtige Zwischenschaltstationen, welche die einlaufende Information verarbeiten und an tiefer liegende Nervenzellen weiterleiten. Die Messungen der britischen Forscher bestätigten eine alte Theorie, nach der die spontane Aktivität der Körnerzellen des Kleinhirns sehr niedrig liegt, um empfindlich auf neue Informationen reagieren zu können. Das Kleinhirn koordiniert die Muskulaturbewegungen des Körpers.

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  • Quellen
Nature 428: 856–860 (2004)

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