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News: Alpträume im Doppelpack

Werden Sie in Ihren Träumen häufiger von schreckenserregenden Gestalten heimgesucht? Nach Ansicht finnischer Wissenschaftler könnte der Grund dafür in den Genen liegen. Sie fanden heraus, daß eineiige Zwillige doppelt so häufig ihre Veranlagung zu Alpträumen teilen wie zweieiige. Außerdem wurde in den Versuchen ein Zusammenhang zwischen Alpträumen und psychischer Krankheit bestätigt.
Alpträume schrecken auf: Sie lassen den Pulsschlag in die Höhe schnellen und kurbeln den Stoffwechsel im Gehirn an. Wie häufig ein Mensch von diesen Träumen geplagt wird, bleibt von der Kindheit bis zum mittleren Erwachsenenalter in etwa gleich. Einige Bedauernswerte werden von drei bis vier Alpträumen die Woche heimgesucht.

Christer Hublin und seine Kollegen von der University of Helsinki untersuchten eine ganz besondere Gruppe von Testpersonen: Sie beobachteten das Auftreten von Alpträumen bei 2276 Paaren von eineiigen Zwillingen und bei 4172 Paaren von zweieiigen Zwillingen. Traten bei einer der Testpersonen regelmäßige Alpdrücke auf – dies bedeutet drei oder mehr die Woche –, so betrug bei eineiigen Zwillingen die Wahrscheinlichkeit, daß der andere Zwilling unter ähnlichem Übel litt, etwa 45 Prozent. Bei zweieiigen Zwillingen betrug die Wahrscheinlichkeit dagegen nur etwa 20 Prozent. Hublin ist daher der Meinung: "Ihre genetische Veranlagung könnte Sie anfälliger für Alpträume machen".

Die Versuche zeigen aber auch eine Verbindung von regelmäßig wiederkehrenden Alpträumen mit psychischen Erkrankungen. Die Durchsicht der medizinischen Akten der Versuchspersonen zeigte, daß mit den Alpdrücken auch die Wahrscheinlichkeit um 15 Prozent stieg, wenigstens einmal im Leben wegen einer psychischen Krankheit eingewiesen zu werden. Doch über die endgültigen Zusammenhänge dieser Ergebnisse, sind sich die Wissenschaftler selbst noch nicht im Klaren. "Wir wissen nicht, ob es sich um einen kausalen Zusammenhang oder nur um ein gleichzeitiges Auftreten handelt", sagt Hublin.

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