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Wahrnehmungspsychologie: Anschauen erotischer Bilder erzeugt kurze Aufmerksamkeitslöcher

Testpersonen können visuelle Informationen, die innerhalb von zwei Zehntel Sekunden auf ein erotisches Bild folgen, nicht verwerten. Bei neutralen Bildern tritt der Effekt nicht auf, wie amerikanische Psychologen der Vanderbilt-Universität um David Zald feststellten.

Die Personen sollten in einer Bilderfolge auf bestimmte Motive achten, etwa einen Turm oder eine Landschaftsform. Je näher die Suchmotive dabei hinter erotischen Bildern platziert waren, desto eher wurden sie von den Probanden übersehen.

Der Effekt ähnele dem Gaffen beim Passieren eines Unfalls, erklärte Zald. Auch dabei sei die Aufmerksamkeit für eine bestimmte Zeit gefangen. Man könne das Phänomen mit einem Flaschenhals für Information vergleichen, meint der Psychologe: Wenn gerade die Verarbeitung der aufreizenden oder auch schockierenden Bilder darin stecke, könne keine weiteren Information in den Aufmerksamkeitsfokus nachrücken.

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