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News: Antibiotika-Konsum korreliert mit erhöhtem Brustkrebsrisiko?

Frauen, die über längere Zeit eine erhöhte Dosis von Antibiotika zu sich nehmen, erkranken möglicherweise häufiger an Brustkrebs, warnen Forscher der Universität Washington.

Die Wissenschaftler überprüften die medizinischen Daten von 10 219 gesunden beziehungsweise krebskranken Frauen im Hinblick auf Dosierung und durchschnittliche Einahmedauer von verschriebenen Antibiotika. Frauen, die keinerlei Antibiotika zu sich genommen hatten, erkrankten im Laufe der Beobachtung rund eineinhalb mal seltener an Brustkrebs als Patientinnen, die über einen längeren Zeitraum mit Antibiotika behandelt wurden.

Wofür die Antibiotika verschrieben wurden, war dagegen unerheblich: Die Patientinnen trugen das gleiche Krebsrisiko, egal ob sie ursprünglich Hautkrankheiten wie Akne oder Atemwegs-Erkrankungen langfristig mit Antibiotika behandelt hatten.

Es sei aber zu früh, aus ihrer Studie Schlüsse für die klinische Praxis der Antibiotikagabe zu ziehen, so die Forscher. Ihre vorläufigen Ergebnisse müssten zunächst durch weitere Studien bestätigt werden, um die zugrunde liegenden Mechanismen aufzuklären.

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  • Quellen
Journal of the American Medical Association 291: 880–881 (2004)

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