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Alzheimer-Demenz: Apfelsaft gegen Vergesslichkeit

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Der regelmäßige Genuss von Apfelsaft könnte gegen Alzheimer-Symptome helfen. Bei Mäusen steigerte das Getränk die Konzentration von Acetylcholin im Gehirn – einem für die Gedächtnisleistung wichtigen neuronalen Botenstoff – und verbesserte die Lern- und Erinnerungsfähigkeit der Tiere.

Die Wissenschaftler um Thomas Shea von der Universität von Massachussetts in Lowell hatten den Acetylcholinspiegel im Gehirn von Mäusen verschiedener Altersgruppen untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die Konzentration dieses Neurotransmitters generell abnahm, wenn sich die Nager mit einer einmonatigen Vitaminmangelernährung begnügen mussten, die zusätzlich schädliche Prozesse im Körper fördert, welche auch bei Alzheimer-Demenz eine Rolle spielen. Außerdem schnitten die Mäuse mit mangelhafter Kost bei Lern- und Gedächtnistests schlechter ab. Dies galt ebenfalls für genetisch veränderte Tiere, die Alzheimer-Symptome entwickelten.

Freier Zugang zu mit Apfelsaftkonzentrat angereichertem Trinkwasser konnte diesen Effekt in normalen – wie auch in genetisch veränderten Tieren – verhindern. Dabei entsprach die durchschnittlich am Tag aufgenommene Menge an Apfelsaft – auf den Menschen umgerechnet – in etwa zwei Gläsern Saft oder zwei bis drei Äpfeln.

Während des natürlichen Alterungsprozesses fällt die Acetylcholinkonzentration im Gehirn ab – besonders drastisch allerdings bei Alzheimer-Patienten. Ärzte versuchen daher, den Abbau dieses Neurotransmitters medikamentös zu hemmen. Auf Grund seiner Ergebnisse vermutet Shea, dass der Verzehr von Äpfeln und Apfelprodukten nicht nur gegen normale Altersvergesslichkeit, sondern auch bei Alzheimer-Demenz wirksam sein könnte.
03.08.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 03.08.2006

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