Direkt zum Inhalt

Arktische Schatzkammer: Warum ist Grönland gerade so begehrt?

Bietet die Insel das arktische Eldorado, auf das Großmächte hoffen? Um welche Ressourcen geht es konkret, und warum läuft auf Grönland nicht längst ein Abbau-Boom? Welche Optionen hat die EU? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Luftaufnahme einer verschneiten Landschaft mit Bergen und gefrorenen Gewässern. Der Himmel ist klar und blau, während die schneebedeckten Berge und das Eis darunter in verschiedenen Weiß- und Blautönen schimmern. Die Szene vermittelt eine ruhige, kalte Atmosphäre und zeigt die Weite der unberührten Natur.
Zerklüftete, unwirtliche Küsten, Gletscher und im Hintergrund die gigantische Eiskappe: Selbst der Süden Grönlands ist nur schwer zugänglich und Bergbau dort oft unrentabel.

Bereits in seiner ersten Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump Grönland für die USA reklamiert. In seiner zweiten Amtszeit macht er nun, wie es scheint, ernst mit dieser Drohung. Das Weiße Haus schließt nicht einmal eine militärische Annexion der Insel aus. Zehn Fragen und zehn Antworten, warum Trump so scharf auf die unwirtliche Insel ist. 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Weshalb steht Grönland im Fokus der Weltpolitik?

Auf der in weiten Teilen mit Eis bedeckten Insel und in ihren umliegenden Meeresgebieten überlagern sich gleich mehrere Interessen der großen Machtblöcke USA, China und Russland. Im Vordergrund stehen Vorkommen mineralischer Rohstoffe, die für moderne Technologien essenziell sind. Auch die wenig erforschten unterseeischen Öl- und Erdgasressourcen wecken das Interesse der Großmächte. Die Ressourcen sind bisher weitgehend unberührt, nur wenige exklusive Abbaulizenzen sind bereits vergeben.

Das lässt das kaum besiedelte Grönland vor allem den rohstoffhungrigen USA, aber auch der aufstrebenden Polarmacht China, als gigantische Schatzkammer erscheinen. Von der Insel aus lassen sich außerdem sowohl der Atlantik als auch der auftauende Arktische Ozean militärisch besser kontrollieren als aus weiter Entfernung. Ein anderer wichtiger Faktor ist die Aussicht auf neue Handels- und Schifffahrtswege durch die Polarregionen, die sich infolge der Erderwärmung auftun. Zudem gehen Beobachter davon aus, dass Trump sich mit einem Gebietsgewinn in die US-Geschichte einschreiben will.

Auch die EU ist im Ringen um die größte Insel der Welt ein wichtiger Akteur: Grönland ist zwar seit 1951 unabhängig und gehört nach einem Referendum seit 1985 nicht mehr der EU an. Doch in Außen- und Sicherheitsfragen ist weiter Dänemark zuständig. Ein US-Angriff auf Grönland wäre nicht nur ein Verrat am NATO-Partner Dänemark und ohne jedes Vorbild – im NATO-Vertrag sind mögliche Angriffe von einem Mitgliedsland auf ein anderes nicht einmal geregelt. Doch parallel dazu haben sich im Vertrag von Lissabon die 27 EU-Staaten für den Fall eines Angriffs ebenfalls gegenseitigen militärischen Beistand versprochen. Zudem hat auch Europa Rohstoffinteressen auf Grönland. Es steht also viel auf dem Spiel.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Ist die Hoffnung auf ein arktisches Eldorado berechtigt?

In Grönland findet man einige der ältesten Gesteine der Welt, und diese rund vier Milliarden Jahre lange Geschichte macht die Insel potenziell reich an Lagerstätten. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sieht in Grönland, »begünstigt durch seine Jahrmilliarden andauernde geologische Entwicklung«, auch im Weltmaßstab »ein sehr großes Rohstoffpotenzial«. Bei Vorkommen etwa von Gold, Palladium, Platin, Niob oder Zirkonium sei die Insel als »Gigant oder sogar Supergigant einzustufen«. Vielfalt und Mächtigkeit der Ressourcen sind laut der BGR damit zu erklären, dass sich im Lauf der Erdgeschichte an unterschiedlichsten Orten vulkanische Gesteine und Sedimente ablagern konnten. Der Klimawandel werde bisher unbekannte Rohstoffvorkommen freilegen. Langfristig könnte Grönland »zu einem sehr wichtigen Rohstofflieferanten« mit einer ähnlichen Bedeutung wie Australien, Kanada, Südafrika oder Russland aufsteigen, urteilten die deutschen Rohstoffexperten bereits 2010. Allerdings erschweren die widrigen Umweltbedingungen den Abbau.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Bei welchen Rohstoffen ist Grönland besonders wichtig?

Geologen unterscheiden zwischen Rohstoffen, die bereits abgebaut werden, »Reserven«, die nachgewiesen und abbaubar sind, und »Ressourcen«, bei denen ein Abbau zwar denkbar erscheint, für den aber große Unsicherheiten bestehen. Eine umfassende Analyse von Wissenschaftlern des Geologischen Dienstes von Dänemark und Grönland und des grönländischen Ministeriums für mineralische Ressourcen und Justiz von 2023 kommt zu dem Ergebnis, dass Grönland bei den Reserven seltener Erden eine weltweit überragende Bedeutung hat.

Grönland hat bei den Reserven seltener Erden eine weltweit überragende Bedeutung

Derzeit kontrolliert China den Markt für seltene Erden, die für fast alle modernen Hightechanwendungen gebraucht werden, nahezu vollständig. Die grönländischen Vorkommen bieten die Aussicht auf eine von China unabhängige Förderung. Von geringerer Bedeutung sind die Ressourcen und Reserven etwa von Kupfer, Lithium und Phosphor. Die dänischen und grönländischen Geologen heben insbesondere die Provinz Gardar im Süden der Insel wegen Vorkommen unter anderem von Tantal, Hafnium, Zirkonium und Niob hervor, sowie eine Region in Ostgrönland mit Vorkommen von Strontium, Platin, Titan und Vanadium. Viele Ressourcen liegen den Experten zufolge unter dem Eispanzer und seien deshalb noch gänzlich unbekannt.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Warum läuft auf Grönland nicht schon längst ein Rohstoff-Boom?

Erste Bergbauprojekte starteten in Grönland bereits Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden vor allem Kupfer, Graphit und Bleierze abgebaut. Eine Besonderheit war die weltweit erste Gewinnung von Kryolith in großem Maßstab. Das milchige Mineral kommt unter anderem bei der Herstellung von Augenprothesen zum Einsatz. Doch die meisten Projekte wurden wieder beendet. Der Abbau lohnte sich wegen der harschen Bedingungen und weiten Transportwege wirtschaftlich meist nicht. Es gibt auf Grönland weniger als 200 Kilometer befestigte Straßen. Zudem wuchsen Widerstände aus der Bevölkerung gegen Umweltbelastungen, nachdem nachgewiesen worden war, dass Schwermetalle aus Abfallschlämmen und verkipptem Abraum das für Fischer überlebenswichtige küstennahe Meer belasteten.

Und dann wechselt in Grönland regelmäßig die politische Stimmung, was den Bergbau betrifft – ein weiterer Unsicherheitsfaktor für potenzielle Minen. 2016 einigten sich die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk auf Regeln für den Abbau und Export von Uran, nachdem 2013 das Parlament einen Abbaustopp aufgehoben hatte. 2021 beschloss das grönländische Parlament dann aber einen Grenzwert für den Urangehalt von gefördertem Gestein. Und das betrifft keineswegs nur Uranminen, auch andere Erze enthalten das radioaktive Element. So bedeutete die Regel das vorläufige Aus für das Bergwerkprojekt Kvanefjeld, bei dem Investoren aus Australien und China seltene Erden abbauen wollten.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Was sind die wichtigsten aktuellen Bergbauprojekte?

Derzeit laufen in Grönland zwar Dutzende von Explorationsprojekten, aber kommerziell in Betrieb sind nur zwei Bergwerke: die Nalunaq Goldmine in Südgrönland, die sich im Besitz der kanadischen Firma Amaroq Minerals befindet und nach deren Angaben 2025 rund 186 Kilogramm Gold im Wert von derzeit 23 Millionen Euro gefördert hat, und das Bergwerk Qaqortorsuaq in Westgrönland im Besitz der Firma Lumina Sustainable Materials, das seit 2017 Anorthosit abbaut, ein calciumreiches Gestein, das zum Beispiel bei der Produktion von Farben, Steinwolle und Spezialglas zum Einsatz kommt.

Zu den größeren Explorationsprojekten gehört »Tanbreez« im Süden der Insel, wo Investoren fast 300 Millionen Dollar für die künftige Förderung seltener Erden bereitgestellt haben. Nach einem bisher erfolglosen Versuch, in Österreich Lithium zu gewinnen, fokussiert die US-Firma Critical Metals Corp sich nun auf dieses Vorhaben in der Arktis. Im Dezember 2025 vergab die grönländische Regierung eine 30-Jahres-Lizenz an die Firma GreenRoc Mining, um das Graphitbergwerk Amitsoq zu reaktivieren. Die EU unterstützt dieses Projekt im Rahmen ihrer Initiative für eine stärker von China unabhängige Versorgung mit kritischen Rohstoffen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Wie sieht es mit Öl- und Gasvorkommen aus?

Seit Jahrzehnten gibt es Planungs- und Erkundungsarbeiten, um Öl- und Gasvorkommen unter dem Meeresboden rund um Grönland ausbeuten zu können. Einer 2009 in »Science« erschienenen Studie der Geologischen Dienste der USA und Dänemarks zufolge existieren im Westen und im Nordosten Grönlands größere Potenziale. Der U.S. Geological Survey bezifferte 2007 das Volumen eines Vorkommens im Nordosten der Insel auf 30 Milliarden Barrel, was in etwa dem heutigen Verbrauch der ganzen Welt binnen zehn Monaten entspricht. An der Suche nach Öl und Erdgas beteiligten sich große Unternehmen wie Shell und Chevron. Doch 2021 stellte die grönländische Regierung alle Erkundungen bis auf Weiteres ein.

Die marinen Ökosysteme in der Arktis sind besonders empfindlich

Als Gründe gab sie mangelnde Wirtschaftlichkeit und zu große Umweltrisiken an. Die marinen Ökosysteme in der Arktis sind besonders empfindlich, weil auslaufendes Öl sich wegen der niedrigen Temperaturen kaum auf natürlichem Weg zersetzen würde. Im arktischen Winter bleibt es auf absehbare Zeit extrem schwer, im Fall von Havarien zu reagieren. Zudem vergrößern Eisberge das Risiko von Schiffsunglücken.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Brauchen die USA Grönland wirklich für ihre nationale Sicherheit?

Die US-Regierung von Donald Trump hat in ihrer Ende 2025 publizierten neuen Strategie für nationale Sicherheit das Ziel ausgegeben, die gesamte westliche Hemisphäre zu dominieren und reklamiert dazu auch Grönland für sich. Präsident Trump führt eine wachsende Zahl chinesischer und russischer Schiffe in der Region ebenso als Motive an wie die Rohstoffvorkommen, deren Kontrolle für die Zukunft von KI- und Militärtechnologie wichtig sei. Sein Berater Stephen Miller stellte infrage, dass Grönland überhaupt zum Königreich Dänemark gehören dürfe, und sagte, die Insel gehöre schon deshalb den USA, weil diese die stärkste Militärmacht der NATO sei.

Doch die Sicherheit Grönlands ist bereits garantiert – durch den kollektiven Schutz aller NATO-Staaten, der eine Übernahme etwa durch China oder Russland unmöglich macht und zusätzlich durch eine amerikanisch-dänische Sicherheitsvereinbarung von 1951, die den USA das Recht gibt, auf Grönland Militärbasen zu errichten. Schon lange gibt es mit der Pituffik Space Base (früher: Thule Base) eine US-Militärpräsenz im Norden der Insel. Das Recht auf weitere Basen wurde 2004 durch einen Zusatzvertrag bekräftigt. Auch für einen Zugang zu grönländischen Rohstoffen braucht die US-Regierung keine totale Kontrolle über die Insel. US-Firmen können darauf bauen, dass die Regierung in Nuuk für US-Investitionen im Bergbausektor offen ist.

Der »New York Times« sagte Trump auf die Frage, warum er trotzdem auf Kontrolle über die Insel bestehe: »Weil ich das Gefühl habe, dass dies psychologisch notwendig ist, um erfolgreich zu sein.« Er glaube, dass Eigentum einem »Dinge und Elemente gibt, die man nicht allein durch die Unterzeichnung eines Dokuments erhält«. Die US-Regierung hat sich ausdrücklich alle Optionen offengelassen, Grönland zu übernehmen – von Zahlungen an Grönländer, um den Ausgang einer Volksabstimmung zu beeinflussen, bis hin zu einer militärischen Annexion. Ob das nur Drohgebärden oder die Ansagen ernst gemeint sind, kann derzeit niemand sagen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Welche Interessen verfolgen Russland und China?

Russland sieht sich seit jeher als arktische Großmacht. Der Politologe Andreas Raspotnik vom Fridtjof-Nansen-Institut sagt, die Arktis sei für Russland sehr identitätsstiftend und auch wirtschaftlich enorm wichtig, weshalb das Land bei den Vereinten Nationen große Gebietsansprüche geltend gemacht habe – aber nicht auf Grönland. Wichtig für Russland ist aber ein möglichst freier Verkehr für russische Schiffe in der gesamten Arktis. Im Fall eines Konflikts, in dem Westmächte die Ostsee sperren könnten, führe für Russland der einzige Weg zum Atlantik über das sogenannte GIUK-Gap, also die Meeresregion zwischen Grönland, Island und der Nordspitze der Vereinigten Königreichs, sagt Raspotnik. Anzeichen dafür, dass Russland Grönland erobern will, gibt es bisher nicht. Allerdings hat Trump mit dem russischen Präsidenten Putin eine gemeinsame Ausbeutung der Ressourcen der Arktis vereinbart. Der Politologe Herfried Münkler sieht den US-Fokus auf Grönland sogar als Schritt dafür, dass sich Amerika aus Europa zurückzieht und es Russland überlässt.

Ziel der Volksrepublik ist es, eine »polare Seidenstraße« zu etablieren

China sieht sich zunehmend auch als polare Macht und hat seit 2013 Beobachterstatus im Arktischen Rat, in dem Anrainerländer zusammenarbeiten. Es nimmt diese Rolle sehr aktiv wahr. Ziel der Volksrepublik ist es, eine »polare Seidenstraße« zu etablieren und zudem in der Arktis Rohstoffe zu fördern. Im Oktober 2025 gelang es einem chinesischen Cargounternehmen erstmals, eine nördliche Route von China nach Europa zu nehmen. Die »Istanbul Bridge« erreichte nach 20 Tagen Seefahrt einen Hafen in England – deutlich schneller als auf dem südlichen Weg über den Suezkanal, der normalerweise 40 Tage dauert. Seine polare Macht demonstriert China auch damit, dass chinesische Eisbrecher unterwegs sind, im Sommer 2024 gleich drei gleichzeitig. Bei der Rohstoffausbeutung ist China bisher weniger erfolgreich. Versuche, auf Grönland Fuß zu fassen und an Bergbauprojekten mitzuwirken, verliefen bisher erfolglos oder scheiterten an dem neu eingeführten Grenzwert für den Urangehalt von Erzen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Welche Optionen hat die EU im Konflikt um Grönland?

Auch wenn Grönland selbst seit 1985 nicht mehr EU-Mitglied ist und eine eigene Regierung hat, ist Dänemark weiter für die Außen- und Sicherheitspolitik zuständig. Damit gilt für Grönland die Pflicht für alle EU-Staaten aus dem Vertrag von Lissabon, sich im Fall eines Angriffs gegenseitig beizustehen. Würde Trump als US-Oberbefehlshaber einen Flugzeugträgerverband und mit Atomwaffen bestückte U-Boote nach Grönland schicken und Tausende Soldaten in Hubschraubern an Land schicken, wäre das Schicksal der Insel dennoch wahrscheinlich schnell besiegelt. Es gibt kaum dänisches Militär auf der Insel, denn man hat sich bisher auf den gegenseitigen Treueschwur in der NATO verlassen. Dass Europa im Fall einer Invasion seine Armeen im arktischen Eis gegen US-Soldaten kämpfen lässt, ist unwahrscheinlich. Diese Schwäche weiß Trump auszunutzen.

In der EU konkurrieren derzeit zwei Strategien, wie man mit dieser Situation umgehen und die USA von einer Eskalation abbringen sollte: Die Appeasement-Strategie setzt darauf, Trump nicht unnötig zu verärgern, Übergriffe wie in Venezuela nicht zu scharf zu kritisieren, bei Zollverhandlungen nachzugeben und die EU-Digitalgesetze nicht streng auf US-Tech-Konzerne anzuwenden. Die Hoffnung besteht darin, dass Trump die NATO-Partnerschaft und die Beziehungen zur EU, also der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, am Ende doch wichtiger sind als Grönland.

Dagegen argumentieren die Befürworter einer konfrontativen Strategie, dass Trump Nachgeben als Schwäche interpretiert und in seinen aggressiven Plänen bestärkt. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat bereits einen härteren Kurs eingeschlagen und das »Ende der NATO« an die Wand gemalt, sollten die USA das Königreich Dänemark angreifen. Eine weitere Option besteht darin, die EU-Digitalgesetze streng anzuwenden und so das fürs Silicon Valley überlebenswichtige Geschäft in Europa zu drosseln. Noch weiter gehen Politiker, die fordern, umgehend europäische Truppen für Manöver und den Schutz von Grönland zu entsenden.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Was wollen die Einwohner von Grönland?

Trotz Drohungen und Lockversuchen aus den USA spricht sich eine überwältigende Mehrheit der Einwohner von Grönland für eine fortgesetzte und sogar noch stärkere Unabhängigkeit der Insel aus. Der frisch gewählte grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen und die gesamte politische Führung des Landes forderten am 10. Januar 2026 parteiübergreifend eine echte Unabhängigkeit: »Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein«, heißt es in der Erklärung. Kein anderes Land dürfe sich einmischen oder Zeitdruck erzeugen: »Wir müssen selbst über die Zukunft unseres Landes entscheiden.« Nielsen hat die USA mehrfach dazu eingeladen, auf Grundlage der bestehenden Militärverträge zu kooperieren und gemeinsam Rohstoffvorkommen auf dem Territorium seines Landes zu erschließen.

Ziel der Volksrepublik ist es, eine »polare Seidenstraße« zu etablieren

Trump zeigt aber bisher wenig Interesse an solchen Offerten. In einem Interview der »New York Times« sagte er Anfang Januar 2026 auf die Frage, welche Grenzen es für die globale Machtausübung der USA gebe: »Ja, es gibt eine Sache. Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann.«

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

WEITERLESEN MIT »SPEKTRUM +«

Im Abo erhalten Sie exklusiven Zugang zu allen Premiumartikeln von »spektrum.de« sowie »Spektrum - Die Woche« als PDF- und App-Ausgabe. Testen Sie 30 Tage uneingeschränkten Zugang zu »Spektrum+« gratis:

Jetzt testen

(Sie müssen Javascript erlauben, um nach der Anmeldung auf diesen Artikel zugreifen zu können)

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.