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Klimawandel: Arktiseis: Kein neuer Tiefststand

Die Meereisbedeckung im Nordpolarmeer fällt dieses Jahr nicht auf ein neues Rekordminimum. Angesichts der rapiden Schmelze während des vergangenen arktischen Sommers hatten Klimaforscher befürchtet, dass die Eisdecke auf weniger als 4,1 Millionen Quadratkilometer schrumpfen könnte – den Rekordwert von 2007.

Meereisbedeckung am Minimum | Arktische Meereisbedeckung im September 2008 zum Höhepunkt der Schmelzsaison.
Mit rund 4,5 Millionen Quadratkilometern maß das National Snow and Ice Data Center der USA in Boulder jedoch den zweitkleinsten Wert seit Beginn moderner wissenschaftlicher Aufzeichnungen im Jahr 1979. Da die Werte von Jahr zu Jahr schwanken können, dürfe man nicht von einer Trendwende sprechen, so Mark Serreze und sein Team. Dieses Jahr sorgte beispielsweise die pazifische Klimaanomalie La Niña für einen weltweiten Kühleffekt, der 2009 nicht mehr wirkt. Noch in den neunziger Jahren betrug die mittlere sommerliche Eisbedeckung rund um den Nordpol acht Millionen Quadratkilometer.

Rekordverdächtig war die diesjährige Tauperiode dennoch, denn wohl zum ersten Mal seit Beginn der modernen Schifffahrt waren sowohl die Nordost- als auch die Nordwestpassage kurzzeitig eisfrei und damit durchgängig ohne Eisbrecher befahrbar. Das große Schmelzen ist für dieses Jahr nun beendet, denn die Sonne steht immer tiefer über dem Horizont und bringt damit nicht mehr genügend Kraft auf, das Eis aufzulösen. (dl)

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